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Stahlkonzern Joint-Venture-Pläne: Thyssen-Betriebsrat fordert Schutz für Belegschaft

Das von Thyssen-Krupp und Tata Steel geplante Joint Venture könnte noch untersagt werden. Für diesen Fall will der Betriebsrat einen Schutz für die Mitarbeiter.
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Die EU-Kommission will spätestens im Juni über das Joint Venture von Thyssen-Krupp und Tata Steel entscheiden. Quelle: Reuters
Thyssen-Krupp

Die EU-Kommission will spätestens im Juni über das Joint Venture von Thyssen-Krupp und Tata Steel entscheiden.

(Foto: Reuters)

DuisburgDie Stahlkocher von Thyssen-Krupp haben die Hängepartie um das geplante Joint Venture mit Tata Steel kritisiert und einen umfassenden Schutz für den Fall eines Scheiterns gefordert. „Es kann nicht sein, dass die Belegschaften dann die Leidtragenden sind“, sagte Stahl-Betriebsratschef Tekin Nasikkol am Mittwoch in Duisburg. Daher müssten auch in diesem Fall die gleichen Schutzbestimmungen gelten, die beim Zustandekommen des Gemeinschaftsunternehmens gelten sollten.

Danach seien betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2026 ausgeschlossen und ein Erhalt der Standorte garantiert. Für die 27.000 Mitarbeiter von Thyssen-Krupp Steel Europe sei bei der ganzen Diskussion über das Stahlbündnis ihr Schutz entscheidend, betonte Nasikkol. Die Mitarbeiter wollten endlich Klarheit. „Das dauert und dauert. Das nervt die Leute. Das ist eine Belastung für die Beschäftigten. Das ist ähnlich wie bei der Brexit-Thematik.“

Trotz der Zusagen der Konzerne an die EU-Kommission könnten die Wettbewerbshüter in Brüssel das Vorhaben untersagen. Thyssen und Tata wollen den zweitgrößten europäischen Stahlkonzern nach Arcelor-Mittal schmieden. Hinweise, dass Thyssen-Krupp seine Haltung zum Joint Venture oder der geplanten Konzernaufteilung geändert habe, lägen ihm nicht vor. „Daran wird mit Hochdruck gearbeitet.“

Die EU-Kommission hatte Bedenken angemeldet, woraufhin die Firmen am Montag Vorschläge für die Abgabe von Geschäften einreichten. Einem Insider zufolge haben sie unter anderem vorgeschlagen, im Bereich feuerverzinkter Stahl für die Automobilindustrie zwei Anlagen in Spanien und Belgien zu verkaufen. Beim Verpackungsstahl biete Tata die Abgabe zweier Anlagen in Belgien und Großbritannien an.

Die EU-Kommission will spätestens im Juni über den Fall entscheiden. Er habe über die Zugeständnisse keine Informationen vom Stahl-Vorstand erhalten, kritisierte Nasikkol. „Die verhalten sich völlig verschlossen.“ Tata Steel bekräftigte am Mittwoch derweil sein weiterhin großes Interesse an einem Bündnis mit Thyssen-Krupp.

Der Konzern stehe in einem konstruktiven Dialog mit den Wettbewerbshütern in Brüssel, erklärte ein Tata-Sprecher. Die Vorschläge an die EU-Kommission trügen deren Bedenken Rechnung. Zugleich unterstützten sie deutlich die industrielle Logik des geplanten Gemeinschaftsunternehmens. Tata sei weiter zuversichtlich, dass alle Anteilseigner von einem Bündnis mit Thyssen-Krupp profitieren würden.

  • rtr
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