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Stahlkonzern Voestalpine baut Hunderte von Stellen ab

Voestalpine verzeichnet wegen der Corona-Krise einen Millionenverlust. Die Entlassungen betreffen vor allem die traditionelle Industrieregion in der Steiermark.
05.08.2020 Update: 05.08.2020 - 14:47 Uhr Kommentieren
Der Linzer Konzern mit weltweit rund 50.000 Mitarbeitern verarbeitet Stahl und beliefert damit die Auto-, Flugzeug-, Bahn- und Ölindustrie. Quelle: Reuters
Voestalpine-Stahlwerk in Leoben

Der Linzer Konzern mit weltweit rund 50.000 Mitarbeitern verarbeitet Stahl und beliefert damit die Auto-, Flugzeug-, Bahn- und Ölindustrie.

(Foto: Reuters)

Wien Voestalpine hat am Mittwoch die Entlassung von bis zu 550 Mitarbeitern bekanntgegeben. Zwischen April und Juni fuhr Österreichs größter Stahl- und Technologiekonzern einen Verlust von 70 Millionen Euro ein. Das Unternehmen leidet unter der schwächelnden Nachfrage der Öl- und Gasindustrie sowie dem Einbruch der Luftfahrt und der Autoproduktion infolge der Coronakrise.

Der Umsatz ging deshalb von 3,3 auf 2,4 Milliarden Euro zurück. Dazu kam laut Konzernchef Herbert Eibensteiner, dass die Erzpreise auf dem Weltmarkt hoch geblieben seien. Dies wirkte sich negativ auf die Kosten bei der Stahlproduktion aus.

Der Industriegigant, der letztes Jahr einen Umsatz von 12,7 Milliarden Euro machte, rang bereits vor der Pandemie mit den Folgen des chinesisch-amerikanischen Handelskriegs und der Krise der Autoindustrie. Im Januar strich Voestalpine 230 Stellen bei Buderus Edelstahl in Wetzlar. Durch diese Entlassungen, die Reduktion der Leasingmitarbeiter, Effizienzsteigerungen und die Nicht-Nachbesetzung von Stellen reduzierte das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten im Jahresvergleich bereits um mehr als sieben Prozent.

Seit Ausbruch der Corona-Krise waren fast ein Drittel der weltweit 48.000 Mitarbeitenden in Kurzarbeit beschäftigt, unter ihnen 10.400 in Österreich. Dies ist laut Eibensteiner aber keine Lösung für alle Geschäftszweige: Er rechnet damit, dass sich etwa die Nachfrage in der Flugzeugindustrie erst in ein bis zwei Jahren wieder erhole. „Das wird ein sehr langer Weg sein“, begründete er die geplante Entlassung von bis zu 300 Personen im Werk von Böhler Aerospace in Kapfenberg.

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    Voestalpine Tubulars, ein Werk für Spezialrohre, wo der Abbau von weiteren 250 Stellen vorgesehen ist, befindet sich in der gleichen historischen Industrieregion Obersteiermark. Lokalpolitiker sprachen denn auch von einer „absoluten Hiobsbotschaft“ für die Region. Verhandlungen über einen Sozialplan sollen bis Herbstanfang abgeschlossen sein.

    Der Voestalpine-Konzernchef sprach allerdings von einer „zweigeteilten Steiermark“, da der Bahnbereich kaum von der Krise betroffen sei. So stellt der Konzern im Bundesland ganze Zugstrecken mit voll digitalisierten Weichen her. Diese Hightech-Bereiche sollen durch das Sparprogramm nicht tangiert werden, meinte Eibensteiner. „Unser Forschungsbudget ist nicht betroffen, genauso wie die Ausbildung unserer Lehrlinge. Das sind Investitionen in die Zukunft.“

    Dennoch bleibt Voestalpine vorsichtig mit Prognosen. Zwar diagnostiziert der Konzernchef seit dem Ende des Lockdowns eine leichte Erholung. Im Sommer rechnet Eibensteiner saisonbedingt mit einer leicht schwächeren Nachfrage. Für das gesamte Geschäftsjahr erhofft er sich ein Ebitda zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Euro.

    Mehr: Wie ein Mathematiker die Stahlproduktion umkrempeln will

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