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Stahlproduzent Salzgitter findet Partner für CO2-arme Stahlerzeugung

Der Stahlkonzern kommt bei seinem Vorhaben voran, umweltschonend Stahl zu produzieren. Der argentinische Projektpartner bringt die nötige Technologie mit.
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Durch das Projekt soll der CO2-Ausstoß in einem ersten Schritt 2025 um ein Viertel gesenkt werden. Quelle: dpa
Metallindustrie

Durch das Projekt soll der CO2-Ausstoß in einem ersten Schritt 2025 um ein Viertel gesenkt werden.

(Foto: dpa)

Hamburg Salzgitter hat einen ersten Partner für eine klimaschonende Stahlproduktion gefunden. Mit Tenova, einer Tochter des argentinischen Stahlproduzenten Techint, sei im Rahmen der Hannover Messe eine Absichtserklärung unterzeichnet worden, teilten die Niedersachsen am Mittwoch mit.

Das auf Anlagenbau spezialisierte Unternehmen bringe eine Technologie zur Direktreduktion für die CO2-arme Stahlerzeugung ein. Zusammen wollen beide Partner öffentliche Fördergelder für das von Salzgitter entwickelte Projekt beantragen.

Der Thyssen-Krupp-Rivale will in den nächsten Jahren eine Anlage zur umweltschonenden Stahlproduktion errichten und setzt dabei auf ein neuartiges Verfahren mittels Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Als Alternative zum üblichen Kohlenstoff wird bei der Reduktion von Stahl Wasserstoff eingesetzt werden. Die daraus gewonnenen Eisenpellets werden in einem zweiten Schritt in einem Elektrolichtbogenofen geschmolzen. Dabei entsteht sehr viel weniger klimaschädliches Kohlendioxid als in bisher üblichen Hochöfen.

Durch das Projekt, dessen Gesamtinvestitionen Salzgitter auf 1,2 Milliarden Euro schätzt, soll der CO2-Ausstoß in einem ersten Schritt 2025 um ein Viertel gesenkt werden. Konzernchef Heinz Jörg Fuhrmann machte auf der Hannover Messe klar, dass das Vorhaben nur mit staatlicher Investitionsförderung zu realisieren sei. Er sprach dabei von Fördermitteln in Höhe „eines guten zweistelligen Prozentsatzes“.

Über entsprechende Förderprogramme werde bereits auf Ebene der EU-Kommission, der Bundesregierung und des Landes Niedersachsen gesprochen. Zudem müsse der für die Stahlerzeugung eingesetzte Strom von der sogenannten Ökostrom-Umlage (EEG-Umlage) befreit sein, sonst rechne sich das Projekt nicht. Der Betrieb selbst solle nicht subventioniert werden, betonte der Salzgitter-Chef.

  • rtr
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