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Stahlriesen Tata Steel schwächelt vor Bündnis mit Thyssen-Krupp

Der indische Stahlriese muss Einbußen wegstecken. Der gesunkene Absatz sei Folge eines Hochofen-Ausfalls in Talbot.
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Tata Steel schwächelt vor Bündnis mit Thyssen-Krupp Quelle: Reuters
Tata Steel und Thyssen-Krupp

Thyssen-Krupp und Tata wollen nach ArcelorMittal den zweitgrößten Stahlkonzern schmieden.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Stahlkonzern Tata Steel Europe kämpft vor der geplanten Fusion mit der Stahlsparte von Thyssen-Krupp mit Einbußen. Die Produktion der europäischen Werke sei im abgelaufenen Quartal nach vorläufigen Zahlen auf 2,33 Millionen Tonnen von 2,67 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum zurückgegangen, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Der Absatz sei auf 2,3 Millionen von 2,44 Millionen Tonnen geschrumpft. Als Grund nannte Tata den Ausfall eines Hochofens im britischen Werk Port Talbot wegen Wartungsarbeiten. Zudem habe es sowohl dort als auch im niederländischen Werk IJmuiden weitere operative Belastungen gegeben. Der Produktionsrückgang und die Anpassungen an den Produktmix würden sich auf die Geschäftszahlen auswirken.

Thyssen-Krupp legt Mitte Februar seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 vor. Sollte die Geschäftsentwicklung der Stahlsparten beider Unternehmen stark von einander abweichen, könnte dies erneut Fragen nach der Bewertung des Joint Ventures aufwerfen, an dem beide Seiten jeweils die Hälfte halten sollen.

Thyssen-Krupp und Tata wollen den zweitgrößten europäischen Stahlkonzern nach ArcelorMittal schmieden. Der Konzern würde etwa 48.000 Mitarbeiter beschäftigen und könnte jährlich rund 21 Millionen Tonnen des Werkstoffs produzieren und einen Umsatz von 17 Milliarden Euro erzielen. Die Unternehmen benötigen noch die Freigabe durch die Wettbewerbsbehörden.

Die EU-Kommission hatte Anfang Dezember wegen fehlender Unterlagen das Verfahren angehalten, das ursprünglich bis zum 19. März abgeschlossen werden sollte. Thyssen-Krupp erklärte am Dienstag, die angeforderten Unterlagen eingereicht zu haben. Diese würden derzeit von der Kommission geprüft.

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  • rtr
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