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Standort in Malaysia Bosch erweitert Solarsparte

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch will sein internationales Solargeschäft ausbauen. Dabei will das Unternehmen vor allem aus eigener Kraft wachsen. Größere Zukäufe sind nicht geplant. Trotzdem wird kräftig investiert.
22.06.2011 - 14:38 Uhr Kommentieren
Eine Mitarbeiterin der Bosch Solar Energy AG präsentiert eine Solarzelle. Quelle: dpa

Eine Mitarbeiterin der Bosch Solar Energy AG präsentiert eine Solarzelle.

(Foto: dpa)

Stuttgart Bosch baut seine Solarsparte kräftig aus und will die Zahl der Beschäftigten in den nächsten sechs Jahren verdoppeln. „Wir planen einen Anstieg der Mitarbeiterzahl von derzeit 3500 auf 5000 im Jahr 2013 und auf mehr als 7000 Beschäftigte 2017“, sagte der Chef der Bosch-Solarsparte, Holger von Hebel, der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. „Wir rechnen in den nächsten Jahren mit einem kräftigen Umsatzwachstum und hoffen, auch schnell die Zwei- und Drei-Milliarden-Euro-Grenze zu überschreiten.“

Im laufenden Jahr will der Stuttgarter Technologiekonzern mit seinen Photovoltaik-Lösungen erstmals mehr als eine Milliarde Euro erlösen (2010: rund 900 Millionen Euro). Vor allem Asien und Amerika sieht von Hebel als die großen Wachstumsregionen. „Europa und vor allem Deutschland hat in den letzten Jahren sehr gut ausgebaut, hier wird sich das Wachstum verlangsamen.“ Derzeit erwirtschaftet die Bosch-Solarsparte zwei Drittel des Umsatzes in Europa. „2017 werden wir etwa jeweils ein Drittel der Erlöse in Europa, Asien und Amerika haben.“

Bosch wolle dabei vor allem aus eigener Kraft wachsen, größere Zukäufe stünden derzeit nicht auf der Agenda, sagte von Hebel. Dazu will das Unternehmen kräftig investieren. Jüngstes Beispiel: In Malaysia entsteht für rund 520 Millionen Euro ein neuer Standort. „Mit der Fertigung in Malaysia werden wir unsere derzeitigen Kapazitäten bis Ende 2013 verdoppeln.“ Nach dem Endausbau des Werks im Jahr 2014 sollen rund 2000 Menschen dort arbeiten, etwa so viele wie am Hauptstandort im thüringischen Arnstadt. „Wir denken natürlich auch darüber nach, mittel- bis langfristig im Wachstumsmarkt Amerika präsent zu sein“, sagte der Manager.

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