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Standort Kion will zwei Fabriken in Europa schließen

Der Gabelstaplerkonzern weicht nach Asien und Südamerika aus. In Frankreich und Italien werden dafür Werke geschlossen.
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Der Gabelstaplerkonzern Kion will zwei Werke in Europa dichtmachen. Quelle: ap

Der Gabelstaplerkonzern Kion will zwei Werke in Europa dichtmachen.

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München Der Gabelstaplerkonzern Kion will angesichts der steigenden Bedeutung der Märkte in Asien und Südamerika zwei Werke in Europa dichtmachen. Das Unternehmen plane die Schließung der Standorte in Montataire in Frankreich mit 188 Mitarbeitern und im italienischen Bari mit rund 320 Beschäftigten, teilte der Wiesbadener Konzern am Dienstag mit. Den gut 500 betroffenen Mitarbeitern sollen Stellen an anderen Standorten angeboten und andere Angebote gemacht werden. Derzeit laufen die Verhandlungen mit den Gewerkschaften.

Die Konzentration der Produktion auf weniger Standorte sei notwendig, um andere europäischen Werke besser auszulasten und ihre Zukunft damit langfristig zu sichern, sagte Kion-Chef Gordon Riske. Parallel stockt das Unternehmen in den Schwellenländern Asiens und Südamerikas, die derzeit für die größten Wachstumsimpulse sorgen, seine Kapazitäten auf. In Rio de Janeiro fertigt Kion bereits Lagertechnikfahrzeuge und hat kürzlich zudem den Bau eines Werks in Sao Paulo angekündigt. In Asien hat der Konzern viel Geld in zwei chinesische Standorte investiert und in Indien ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet.

Der Konzern müsse in allen Schlüsselmärkten präsent und nah am Kunden sein, sagte Kion-Chef Riske. „Daher entwickeln wir unsere Fertigungskapazitäten in den asiatischen und südamerikanischen Wachstumsmärkten fort. So tragen wir der wachsenden Bedeutung dieser Märkte für unser Geschäft Rechnung.“ Kion ist nach Toyota und vor Jungheinrich der weltweit zweitgrößte Gabelstaplerkonzern. Das vor einigen Jahren vom Linde-Konzern abgespaltene Unternehmen gehört den Finanzinvestoren KKR und Goldman Sachs und liebäugelt in den nächsten Jahren mit dem Gang an die Börse.

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