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Start-up Demecan-Gründer kaufen Cannabis-Produktionsstätte

Demecan, das einzige deutsche Start-up, das hierzulande Cannabis anbauen darf, kauft die ostdeutsche Betriebsstätte. Vorbesitzer Wayland aus Kanada hatte Insolvenz angemeldet.
24.08.2020 - 12:33 Uhr 1 Kommentar
In zwei millionenschweren Finanzierungsrunden haben sich die Gründer das Geld für den Aufbau von Demecan gesichert. Quelle: Demecan
Adrian Fischer, Cornelius Maurer und Constantin von der Groeben (von links)

In zwei millionenschweren Finanzierungsrunden haben sich die Gründer das Geld für den Aufbau von Demecan gesichert.

(Foto: Demecan)

Frankfurt Das 2017 gegründete Berliner Cannabis-Start-up Demecan expandiert und kauft die Betriebsstätte des ehemaligen kanadischen Cannabis-Produzenten Wayland in der Nähe von Dresden. Dort hatte Demecan bisher Räumlichkeiten für den Anbau von medizinischem Cannabis gemietet. Jetzt gehört dem Berliner Unternehmen die komplette 30.000 Quadratmeter große Betriebsstätte in Ebersbach.

Der einstige Schlachthof war das wichtigste europäische Asset von Wayland. Der kanadische Cannabis-Produzent hatte Ende vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Demecan ist eines der drei Unternehmen, die in Deutschland Cannabis für medizinische Zwecke anbauen dürfen. Gegründet wurde das Start-up 2017 von dem Arzt Adrian Fischer, 36, dem Ökonom Cornelius Maurer, 37, und dem Juristen Constantin von der Groeben, 36.

Die drei Freunde, alle promoviert, haben sich während der Studienzeit in Köln kennen gelernt. Erst einmal ging aber jeder beruflich seine eigenen Wege, bevor sie gemeinsam das Cannabis-Unternehmen starteten.

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    In zwei millionenschweren Finanzierungsrunden sicherten sich die Gründer das Geld für den Aufbau von Demecan. Investoren sind Bernhard Schadeberg, der Chef und Miteigentümer der Krombacher-Brauerei, die Venture-Capital-Gesellschaft Btov Partners sowie der ehemalige Inhaber des Spielzeugherstellers Schleich, Paul Kraut.

    Computergesteuerte Wachstumsbedingungen

    Im Mai vergangenen Jahres erteilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) die Zuschläge für den Anbau von Medizinalcannabis in Deutschland. Die gingen neben Demecan auch an die deutschen Töchter der kanadischen Cannabisfirmen Aphria und Aurora. Geliefert werden sollen die Blüten zur Versorgung schwerkranker Patienten in Deutschland ab dem vierten Quartal dieses Jahres.

    „Wir sind sehr glücklich über diesen Zukauf“, sagt Demecan-Geschäftsführer Adrian Fischer. „Die Produktionsstätte bietet den nötigen Raum für unseren weiteren Wachstumskurs.“ In der speziell für Betäubungsmittel hergerichteten und gesicherten Produktionshalle werden die Cannabispflanzen unter künstlicher Beleuchtung nach pharmazeutischen Produktstandards angebaut und weiterverarbeitet.

    Dabei sichern nach Angaben von Demecan computergesteuerte Wachstumsbedingungen eine gleichmäßige Blütenqualität, sodass Qualitätsschwankungen ausgeschlossen werden. In den kommenden vier Jahren soll Demecan im Auftrag des Bfarm mindestens 2400 Kilogramm getrocknete Cannabisblüten produzieren.

    Das Unternehmen will in der Produktionsstätte aber nicht nur die Cannabisblüten produzieren, die im Rahmen der Ausschreibung geliefert werden sollen, sondern auch weitere Mengen. Die sollen dann zu anderen Darreichungsformen, wie zum Beispiel Cannabisextrakten, weiterverarbeitet werden. Auch Forschung zum Einsatz und der Wirkung von medizinischem Cannabis will Demecan betreiben. Das Unternehmen hat Ambitionen, zum führenden Hersteller von medizinischen Cannabisprodukten in Deutschland und Europa zu werden.

    Mehr: Diese Gründer dürfen Cannabis „made in Germany“ anbauen.

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    1 Kommentar zu "Start-up: Demecan-Gründer kaufen Cannabis-Produktionsstätte"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • In Amerika kann man bei Purdue sehen, dass auf dem BTM-Markt kein Segen ruht.

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