Statistiker Online-Vertrieb gewinnt für Unternehmen an Bedeutung

Die Unternehmen in Deutschland machen immer mehr Geschäfte über das Internet. Der Anteil der Unternehmen, die diesen Vertriebskanal nutzen, hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt.
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Computer-Tastatur: Der Online-Vertrieb wird immer wichtiger. Quelle: gms

Computer-Tastatur: Der Online-Vertrieb wird immer wichtiger.

HB BERLIN. Fast jede vierte Firma nutzte im vorigen Jahr das Netz als Vertriebskanal, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Dies waren im Vergleich zu 2008 mehr als doppelt so viele Betriebe. "Die deutliche Zunahme bei den Online-Verkäufen ist insbesondere auf die kleinen Unternehmen mit unter zehn Beschäftigten zurückzuführen." Diese hätten sich in den vergangenen Jahren beim Internet-Handel noch zurückgehalten. Vor zwei Jahren lag der Anteil noch bei elf Prozent. Wie aus einer Studie hervorgeht, kaufen viele Deutsche zunehmend Waren über das Internet, die nicht so teuer sind.

Die wachsende Bedeutung des Online-Geschäfts schlage sich auch beim Umsatz nieder: Unternehmen, die 2009 Produkte und Dienstleistungen über das Internet oder andere computergestützte Netzwerke verkauften, erzielten damit ein Drittel ihres Gesamtumsatzes. Gemessen am Gesamtumsatz aller Unternehmen in Deutschland betrug der Anteil der über E-Commerce erzielten Erlöse 2009 rund 16 Prozent und stieg damit zum Vorjahr (elf Prozent) ebenfalls deutlich.

Computergestützte Netzwerke gibt es unter anderem in der Lebensmittelindustrie. Dabei werden Waren zum Beispiel automatisch nachbestellt, wenn die Lagerbestände unter eine bestimmte Grenze rutschen, wie ein Statistiker erklärte. Auch in der Autobranche gebe es oft Kunden-Lieferanten-Beziehungen, die einen direkten Datenaustausch nutzen.

Bei den Verbrauchern bleibt das Online-Shopping beliebt. Der durchschnittliche Warenkorbwert bei Internet-Einkäufen sank 2010 allerdings auf den Stand vor fünf Jahren, wie aus dem E-Commerce-Report der Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Card Services hervorgeht. Der Rückgang auf durchschnittlich 65,35 Euro pro Einkauf bedeute keine dramatischen Umsatzverluste, sondern spiegele vor allem ein verändertes Verbraucherverhalten wider. "Die Konsumenten verlieren zunehmend die Scheu, auch kleinpreisige Waren und Dienstleistungen online zu beziehen", betonte Firmen-Chef Detlef Henkel. Insgesamt bestätige sich der Trend der vergangenen Jahre: "Einkaufen im Internet wird immer alltäglicher.

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