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Stellenabbau BYD - Chinas großer Autostern sinkt

Build Your Dreams (BYD) wurde schon als neuer Autochampion gehandelt, als “Daimler” der Zukunft. Doch um Chinas große Autohoffnung ist es schlecht bestellt. Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste.
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Ein Logo von Build Your Dreams. Quelle: Reuters

Ein Logo von Build Your Dreams.

(Foto: Reuters)

Wenn ein Unternehmen 69 Prozent der Mitarbeiter seiner Vertriebssparte streichen will, ist das selten ein gutes Zeichen. Wenn dann auch noch über einen weitergehenden Stellenabbau in anderen Abteilungen spekuliert wird und das gleiche Unternehmen zuvor einen Gewinneinbruch von 90 Prozent verkündet hat, dann wird es langsam richtig ungemütlich. Und rund läuft beim chinesischen Autobauer Build Your Dreams (BYD) in der Tat eigentlich fast gar nichts mehr. Ist der jüngste Bericht des Pekinger Blattes Economic Observer über die Personalpläne BYDs korrekt, dann könnten am Ende auch noch 1000 Verkäufer ihren Job verlieren.

In fast schon atemberaubender Geschwindigkeit ist aus der Autosparte des weltgrößten Herstellers von Lithium-Ionen-Akkus, einem der großen Hoffnungsbringer beim Elektroauto, ein halber Sanierungsfall geworden. BYD, das war bislang das Unternehmen, an dem sich die Investorenlegende Warren Buffett beteiligt hat - und das eine Kooperation mit Daimler vorweisen konnte. Zusammen mit Daimler will BYD bis 2013 ein Elektroauto für für den chinesischen Markt bauen. Basis dafür soll die kompakte Mercedes-Benz B-Klasse sein.

Doch das dürfte erst einmal Zukunftsmusik sein. Derzeit kämpft BYD mit massiven Problemen. Auf dem heiß umworbenen chinesischen Automarkt kämpft BYD gegen einen Absatzschwund an: In der ersten Jahreshälfte lieferte BYD mit knapp 260.000 Autos 19 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum aus, obwohl der Gesamtmarkt zu dieser Zeit noch weiter zulegte.

Zugleich kam die Rendite angesichts des harten Wettbewerbs ins Rutschen, auch höhere Produktionskosten schlagen negativ durch. In den ersten beiden Quartalen dieses Jahres schmolz der Nettogewinn um knapp 90 Prozent auf umgerechnet 29 Millionen Euro zusammen, im dritten Quartal könnten sogar Verluste anfallen, warnte das Management unlängst. Bereits in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres war der Gewinn um 84 Prozent gefallen.

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3 Kommentare zu "Stellenabbau: BYD - Chinas großer Autostern sinkt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • BYD kommt qualitätsmäßig nicht nach. Schuld dran hat die viel zu hohe Wertschöpfungstiefe, die nicht mehr zeitgemäß ist. Wenn ein Autohersteller im Boom Land China Vertriebsmitarbeiter entlassen muss, ist der Ofen schon fast aus. Tja, auch da wachsen die Bäume nicht in den Himmel und auch Kooperationen mit europ. Autoherstellern helfen nur langfristig. Letztenendes entscheidet Qualität, Effizienz und der Kundengeschmack.

  • Mercedes hat bisher noch JEDE Firma an die Wand gefahren, miot der sie sich verbündet haben:

    Chrysler z.b.

    Ich glaube Volkswagen ist da extrem kompetenter.


  • Da kann noch soviel MERCEDES drn beteiligt sein, im Endeffekt gilt Qualität und Preis = Vertrauen !