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Stellenabbau Ford will offenbar jeden zehnten Job streichen

Der US-Autobauer Ford plant laut Medienberichten einen deutlichen Stellenabbau in Nordamerika und Asien. Jede zehnte Stelle weltweit könnte davon betroffen sein. Damit soll die Effizienz im Konzern gesteigert werden.
16.05.2017 - 08:12 Uhr Kommentieren
Durch einen Abbau von Arbeitsplätzen könnte das Unternehmen zurück in die Gewinnspur finden. Quelle: Reuters
Ford

Durch einen Abbau von Arbeitsplätzen könnte das Unternehmen zurück in die Gewinnspur finden.

(Foto: Reuters)

Washington, Detroit Der zweitgrößte US-Autobauer Ford plant laut einem Zeitungsbericht massiven Personalabbau. Um die Profitabilität zu erhöhen und die Aktionäre zufriedenzustellen, solle die weltweite Mitarbeiterzahl um rund zehn Prozent schrumpfen, schrieb das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf eingeweihte Kreise in seiner Online-Ausgabe. Mit der Verkündung dieser Entscheidung sei noch diese Woche zu rechnen.

Damit sollen die Gewinne erhöht und der Aktienkurs nach oben getrieben werden, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Montag. Die Mitarbeiter sollten mit großzügigen Anreizen zu Vorruhestandsregelungen motiviert werden. Kürzungen bei Zeitarbeitskräften seien dagegen nicht vorgesehen. Das Vorhaben ist Teil eines bereits öffentlich gemachten Plans, die Kosten um drei Milliarden Dollar zu senken.

Ein Unternehmenssprecher bezeichnete den Bericht auf Nachfrage zwar als „Spekulation“, die man nicht kommentieren wolle. Er bestätigte allerdings, dass der Konzern auf Kostensenkungen setze, um die Gewinnspannen zu erhöhen. Teil dieser Arbeit sei es, Ford so „schlank und effizient“ wie möglich zu machen. Es seien aber noch keine neuen Personalmaßnahmen in diesem Zusammenhang angekündigt worden.

Die US-Autobranche steht nach Jahren des Booms vor einer ungewissen Zukunft. Die Verkäufe dürften Analysten zufolge in diesem Jahr wieder leicht schrumpfen.

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    Ford hat weltweit etwa 200.000 Mitarbeiter, rund die Hälfte davon in den USA, wo sich die Autokonjunktur nach einem jahrelangen Absatz-Boom zuletzt spürbar abgekühlt hat. Sollte der Konzern im Heimatmarkt in großem Stil Stellen streichen, würde er Konflikte mit US-Präsident Donald Trump riskieren, der versprochen hat, mehr Jobs zu schaffen als je ein US-Präsident zuvor und dabei mit deutlichen Worten Unterstützung von der heimischen Industrie fordert.

    • rtr
    • dpa
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