Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Streit mit Groß-Investor Hitzige Diskussion bei Apple-Zulieferer Balda

Seite 2 von 2:
Antworten konnten nicht überzeugen

Produktion bei Balda. Quelle: Balda AG

Produktion bei Balda.

(Foto: Balda AG)

Naschkes Antworten konnten nicht überzeugen. Seine Ausführung, dass es sich bei dem Großaktionär von Balda nicht um Herrn Chiang, sondern um dessen Frau handelte, werteten die Aktionäre als Farce. Sie verlasen Baldas eigene Pressemeldungen, in denen nie von Frau Chiang, sondern nur von Herrn Chiang die Rede war. Außerdem musste Naschke zugeben, dass sich Vorstand und Aufsichtsrat von Balda mehrfach in China mit Herrn Chiang getroffen hatten. Das auf der Hauptversammlung offenbarte Detail, die Firma von Frau Chiang sei auf Samoa ansässig und die Abstimmung mit den dortigen Anwälten schwierig, sorgte für weitere Heiterkeit unter den Aktionären.

Bemerkenswert war die hohe Präsens auf dem Aktionärstreffen. Statt der bei Balda üblichen 50 Prozent des Kapitals waren 76 Prozent gekommen. Gleich zu Beginn der Veranstaltung kündigte Naschke an, eine unabhängige Kanzlei mit einer Sonderprüfung des gescheiterten TPK-Verkaufs zu beauftragen. Aktionären war dies jedoch nicht genug. „Das bringt gar nichts, wenn dieser Bericht dann nicht veröffentlicht wird“, sagte ein Teilnehmer. Der neue Balda-Vorstand Dominik Müser sagte daraufhin eine Veröffentlichung zu.

Vor Gericht hat Octavian im Konflikt mit dem Aufsichtsrat derweil eine Schlappe erlitten. Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm bestätigte die Unabhängigkeit des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Naschke als Versammlungsleiter der außerordentlichen Hauptversammlung, wie Balda am Montag mitteilte.

Das OLG habe festgestellt, dass kein Zweifel bestehe, dass Naschke „pflichtgemäß und ohne Beeinträchtigung der Rechte der Aktionäre“ die Versammlung leiten werde. Octavian hatte bei Gericht den Antrag gestellt, Naschke wegen Befangenheit nicht als Versammlungsleiter zuzulassen und war damit bereits vor dem Amtsgericht Bad Oeynhausen gescheitert.

  • iw
  • rtr
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Streit mit Groß-Investor - Hitzige Diskussion bei Apple-Zulieferer Balda

0 Kommentare zu "Streit mit Groß-Investor: Hitzige Diskussion bei Apple-Zulieferer Balda"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote