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Streit um E-Lastwagen Start-up verklagt Tesla auf zwei Milliarden Dollar wegen Missachtung von Patenten

Tesla habe viele Design-Details seines E-Lastwagens „Semi“ abgekupfert, behauptet das Start-up Nikola Motor. Tesla streitet ab. Nun soll ein Gericht entscheiden.
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Tesla: Start-up verklagt E-Autopionier auf zwei Milliarden Dollar
E-Lastwagen „Semi“

Das Fahrzeug wurde im Herbst 2017 vorgestellt – und soll die Elektromobilität auch für den Logistikmarkt attraktiv machen.

DüsseldorfErst vor wenigen Monaten hat Tesla seinen neuen E-Lastwagen „Semi“ erstmals auf US-Straßen getestet. Doch die Ideen für viele technische Details, die Bestandteil der von Elon Musk aufwändig vorgestellten Trucks sind, sollen gar nicht von den Tesla-Ingenieuren stammen – behauptet zumindest ein Start-up.

Die Firma Nikola Motor hat den E-Autopionier nun wegen angeblicher Missachtung seiner Patente verklagt, meldet das US-Technologieportal „The Verge“. Die Klage, die das Unternehmen bei einem Gericht im US-Bundesstaat Arizona eingereicht hat, wirft Tesla vor, durch das Benutzen der durch das Start-up patentierten Technologie einen Schaden von rund zwei Milliarden Dollar verursacht zu haben.

Nikola Motor arbeitet selbst an der Entwicklung eines mit Wasserstoff betriebenen Frachtfahrzeugs und hat bereits im Mai 2016 erste Ergebnisse vorgestellt. Tesla soll das Design von vielen Details des Trucks abgekupfert haben, so zum Beispiel das des Kotflügels, der Windschutzscheibe, der Türen und sogar die aerodynamische Form des Rumpfes.

Auch habe ein Tesla-Mitarbeiter versucht, den Chef-Ingenieur von Nikola abzuwerben, was das Start-up wiederum als Beweis dafür sieht, dass der E-Autobauer das Design des Nikola-Trucks habe nachahmen wollen.

Tesla hat zu den Vorwürfen inzwischen Stellung bezogen: Es sei offensichtlich, dass die Klage keine Aussicht auf Erfolg habe, sagte eine Sprecherin. Nikola selbst wollte sich wegen des laufenden Gerichtsverfahrens zu der Klage nicht äußern.

Teslas jüngster Streich
Tesla Semi, der erste vollelektrische Sattelzug des kalifornischen Autoherstellers
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Der Elektroauto-Hersteller Tesla will auch das Lastwagen-Geschäft aufmischen. Firmenchef Elon Musk stellte in der Nacht zum Freitag einen strombetriebenen Sattelschlepper vor. Er soll auch mit voller Ladung von 40 Tonnen eine Reichweite von rund 800 Kilometern erreichen, sagte Musk. Die Produktion soll 2019 beginnen...

(Foto: Hersteller)
Tesla Semi: Der Trucker sitzt in der Mitte der Kabine
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Musk nannte keinen konkreten Preis für den Lastwagen, sondern betonte lediglich, dass Diesel-Lkw pro Kilometer 20 Prozent teurer seien. Der Sattelschlepper hat vier Motoren - und Tesla verspricht, dass er pannenfrei eine Million Meilen (1,6 Millionen Kilometer) schaffen kann...

(Foto: Hersteller)
Tesla stellt Elektro-Lastwagen vor
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Auch mit zwei ausgefallenen Motoren können das Fahrzeug immer noch einen Diesel-Lastwagen schlagen, versicherte Musk. In 30 Minuten solle die Batterie auf eine Reichweite von gut 640 Kilometern hochgeladen werden können. Unterwegs könne man dafür die gleichen „Supercharger“-Schnelladestationen von Tesla nutzen wie die Tesla-Pkw...

(Foto: Hersteller)
Blick ins Fahrerhaus des Semi
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Der Lastwagenfahrer soll in der Mitte der Kabine zwischen zwei großen Touchscreen-Displays sitzen. Damit spart sich Tesla auch verschiedene Versionen für den Links- oder Rechtsverkehr. Der Sattelschlepper bekommt die Funktionen des Assistenzsystems Autopilot und eine besonders robuste Windschutzscheibe. „Sie übersteht eine Atomexplosion - oder Sie bekommen Ihr Geld zurück“, scherzte Musk in seiner üblichen etwas ungelenken Manier.

(Foto: Hersteller)
Tesla Semi
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Der Lastwagen kann ab sofort reserviert werden, dabei müssen 5000 Dollar hinterlegt werden.

(Foto: Hersteller)
Tesla stellt Elektro-Lastwagen vor
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Die stromlinienförmigen Lastwagen mit kurzer Schnauze, vier Elektromotoren an den beiden hinteren Achsen, einer aufgeräumten Fahrerkabine mit nur einem mittig angeordneten Sitz, zwei großen Monitoren und einem massiven Batterie-Pack unter der Zugmaschine, würden den Wagen in nur fünf Sekunden auf knapp 120 km/h beschleunigen, stellte Musk bei der Präsentation klar. Als Zugmaschine oder mit Hänger. Selbst mit voller Beladung von über 30 Tonnen beträgt die Beschleunigungszeit nur 20 Sekunden.

(Foto: dpa)
Mit 30 Tonnen Ladung in nur 20 Sekunden auf Tempo 120
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Solche beeindruckenden Beschleunigungswerte seien aber kein Selbstzweck, sondern dienten der Effektivität. Während der Tesla-Truck eine fünfprozentige Steigungsstrecke mit erlaubter Maximalgeschwindigkeit von 104 km/h  hochklettern könne, schafften die besten Diesel-Lkw gerade mal 70 km/h, sagte Musk. Und ergänzte: „Fahrer werden nach Zeit bezahlt“. Selbst wenn zwei der vier Motoren ausfallen würden, wäre der Sattelzug noch schneller als ein Diesel-Lkw...

(Foto: Reuters)
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  • jur
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1 Kommentar zu "Streit um E-Lastwagen: Start-up verklagt Tesla auf zwei Milliarden Dollar wegen Missachtung von Patenten"

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  • 2 MRD Dollar Strafe? kein Problem, verfügt Tesla doch über eine Geheimwaffe: bedingungslose Kapitalerhöhung...

    :)