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Streit um finisches AKW Siemens und Areva erhalten 125 Millionen

Der Bau eines Atomkraftwerks in Finnland verzögert sich, alle Beteiligten schieben sich die Schuld zu: Nun sprach das Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer Siemens und Areva 125 Millionen Euro zu.
06.07.2012 - 18:25 Uhr Kommentieren
Es sollte das größte Atomkraftwerk der Welt werden: Arbeiter an der Baustelle in Olkiluoto/Finnland. Quelle: dpa

Es sollte das größte Atomkraftwerk der Welt werden: Arbeiter an der Baustelle in Olkiluoto/Finnland.

(Foto: dpa)

Paris/München Im Streit um Probleme beim Bau eines finnischen Atomkraftwerks haben die Konzerne Siemens und Areva vom Internationalen Schiedsgerichtshof 125 Millionen Euro zugesprochen bekommen. Der finnische Energieversorger TVO müsse zudem die Kosten des Prozesses zahlen, teilte der französische Kraftwerksbauer Areva mit Verweis auf die Entscheidung des Schiedsgerichts mit. Der Bau des Kraftwerks Olkiluoto 3 verzögert sich schon seit langem, der Betreiber und das Baukonsortium weisen sich gegenseitig die Schuld dafür zu.

Der 1923 in Paris gegründete Internationale Schiedsgerichtshof der der Internationalen Handelskammer (ICC) gilt als die älteste und renommierteste Institution zur privatwirtschaftlichen Streitschlichtung.

Siemens hatte sich im vergangenen Jahr vom Atomgeschäft verabschiedet. Der Schlussstrich war nach der Atomkatastrophe von Fukushima und der folgenden Kehrtwende in der deutschen Atompolitik gezogen worden. Zuvor war es zu einem kostspieligen Bruch mit dem französischen Kernkraft-Partner Areva gekommen. Auch auf die Partnerschaft mit dem russischen Rosatom-Konzern im weltweiten Atomenergiegeschäft wurde verzichtet.

  • dpa
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