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Streit um Stahlfusion Arbeitnehmer und Thyssen-Krupp einigen sich

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Kapitalerhöhung ist möglich

Die Gewerkschaft lasse den Konzern als Eigentümer nicht aus der Verantwortung, betonte Wetzel: „Thyssenkrupp wird seinen 50-Prozent-Anteil mindestens sechs Jahre halten müssen. Damit ist das Thyssen-Krupp-Management mit verantwortlich für Erfolg oder Scheitern eines möglichen Joint-Ventures.“ Nicht durchsetzen konnte sich die Gewerkschaft mit ihrer Kritik am geplanten Sitz des Joint Ventures in den Niederlanden.

Die mit Thyssen-Krupp vereinbarten Eckpunkte für einen Tarifvertrag sehen der Gewerkschaft zufolge weiter vor, dass Thyssenkrupp mindestens acht Jahre gemeinsam mit Tata das Gemeinschaftsunternehmen führen muss. Davon müsse Thyssenkrupp über mindestens sechs Jahre einen Anteil von 50 Prozent halten. Thyssen-Krupp erklärte, „eine Veränderung der Anteilseignerstruktur, gegebenenfalls durch einen Börsengang“, sei während dieser sechs Jahre nicht ausgeschlossen. Dies könnte durch eine Kapitalerhöhung möglich werden, sagte ein Vertreter der IG Metall.

Thyssen-Krupp verpflichtete sich darüber hinaus, mindestens 400 Millionen Euro pro Jahr in die Standorte zu investieren. Zugleich hatte der Konzern durch das Joint Venture Synergieeffekte von jährlich 400 bis 600 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Hiesinger will mit der Fusion den zweitgrößten Stahlkonzern Europas nach Arcelor-Mittal schmieden. Er strebt die Unterzeichnung eines Vertrags für das Gemeinschaftsunternehmen für Anfang 2018 an, nach Freigabe durch die Kartellbehörden könnte der Zusammenschluss dann Ende des kommenden Jahres vollzogen werden.

Hiesinger will den Konzern auf das weniger konjunkturanfällige Geschäft mit Aufzügen, Autoteilen, Anlagen und U-Booten ausrichten. Thyssen-Krupp beschäftigt in der Stahlsparte rund 27.000 Mitarbeiter. Das neue Unternehmen würde einen Pro-forma-Umsatz von etwa 15 Milliarden Euro erzielen und etwa 48.000 Mitarbeiter beschäftigen.

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