Strommarkt Die Energiewende ist Privatsache

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Die Aufholjagd wird teuer für die großen Versorger

Bei Windanlagen im Meer ist bislang der schwedische Konzern Vattenfall mit einer Gesamtleistung von fast 700 Megawatt einer der größten Betreiber. Aber auch RWE investiert kräftig. Das Unternehmen baut vor der deutschen, britischen und belgischen Küste „Windparks mit einer Leistung von insgesamt 1 000 Megawatt“, sagte ein Sprecher.

Da will der Düsseldorfer Rivale Eon nicht nachstehen. Er investiert ebenfalls in Großprojekte wie Offshore-Windparks. „Erneuerbare Energien sind ein zentraler Pfeiler unserer Konzernstrategie, und insbesondere Offshore-Wind ist eines unserer Wachstumsfelder“, machte Vorstandschef Johannes Teyssen vor wenigen Tagen klar.

Und er kündigte gleich seine ehrgeizigen Ziele für die kommenden Jahre an: „Zukünftig wollen wir alle 18 Monate einen neuen Offshore-Windpark in Betrieb nehmen.“ Eon werde in den nächsten fünf Jahren mindestens sieben Milliarden Euro als Ersatz für andere Energieträger investieren. Diese Summe haben die Düsseldorfer auch in den letzten fünf Jahren in Erneuerbare investiert. Zwei Milliarden Euro flossen bereits in Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee.

Um den Engpass bei der Montage von Offshore-Parks zu überwinden, lässt der Konzern sogar eigens das Spezialsschiff MPI Discovery bauen, das sich mit sechs Hubbeinen auf dem Meeresgrund abstützen kann.

Die Aufholjagd wird für die Energieversorger teuer. „Wir müssen und wollen große Projekte künftig verstärkt mit Partnern stemmen“, sagte EnBW-Chef Villis. Bereits den Meereswindpark Baltic I hat der Konzern mit fast zwei Dutzend Stadtwerken finanziert. Auch bei neuen Projekten setzt EnBW auf regionale Versorger wie Stadtwerke.

Die Kommunalversorger haben schließlich selbst Nachholbedarf: Ihr Anteil am Markt für erneuerbare Energien liegt laut Trendresearch auch erst bei gut vier Prozent.

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9 Kommentare zu "Strommarkt: Die Energiewende ist Privatsache"

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  • Sorry - der Artikel ist schlecht recherchiert! Kein Wort davon, auf welch tönernen Füßen die sogenannte "Energiewende" steht, und dass der ganze Ausbau der sogenannten "Erneuerbaren" nur auf Subventionen fußt. Insofern bin ich den großen Energieversorgern dankbar, dass sie nicht auch auf den Zug aufspringen, sondern weiterhin versuchen, die Versorgung Deutschlands zu stabilisieren.
    Wir dürfen bitteschön nicht aus den Augen verlieren, dass wir bis jetzt nur ungeheueres Glück (und sehr viel Mühe der Lastverteiler) haben, dass das Netz nicht schon längst zusammengebrochen ist. Ohne enorme Investitionen in den Netz- und in den Speicherausbau ist die "Energiewende" zum Scheitern verurteilt - und Investoren für diese Bereiche sind weit und breit nicht in Sicht!

  • Ergänzung: Eine Energieversorgung basierend auf Kohle, Erdgas, Erdöl und Kernenergie hört sich natürlich nicht so visionär an wie die Nutzung von Luft und Liebe, bzw. Wind und Sonne.

    Allerdings war man sehr froh als man Wind- und Sonnenenergie mit dem beginnenden Industriezeitalter durch Kohle ersetzen konnte.

    Vandale

  • Hallo Martina, weltweit ist die Kohle seit Jahren die Energiequelle mit dem höchsten absoluten Zuwachs, gefolgt von Erdgas.

    In Deutschland bietet sich in erster Linie die Braunkohle an. Diese ist langfristig (Jahrhunderte) preiswert verfügbar. Eine Zukunftsvision könnte die Untertagevergasung der 50 Mrd. to Steinkohle zwischen Ruhr und Nordsee darstellen.

    Das grösste Zukunftsperspektive hat die Kernenergie. Eine enorme Energiedichte des Brennstoffs und der Reaktoren verspricht eine überlegene Wirtschaftlichkeit künftiger Reaktorkonzepte. Aufgrund des sehr geringen Brennstoffbedarfs ergeben sich im Verhältnis zu Kohle, oder Wind und Solar viel geringere Mengen an toxischen/radiotoxischen Abfällen. Die Uran- und Thoriumvorkommen der Erdkruste erlaubt es einen steigenden Energiebedarf über Millionen Jahre zu decken. Es bedarf sehr komplexer Konstellationen um Kernspaltungen auszulösen. Daraus ergibt sich ein sehr geringes Risikopotential. So gab es lediglich einen Unfall der kommerziellen Kernenergienutzung der eine grössere Anzahl Todesopfer gefordert hat (Tschernobyl 1986, 58 direkte Todesopfer gem. UN Bericht 2005).

    Vandale

  • Hallo Vandale,

    es ist richtig, dass Menschen selektiv selen und denken. Anders ist auch Ihr Kommentar nicht zu verstehen. Doch wenn die finanziellen Mittel nicht in den Ausau der erneuerbaren Energien gesteckt werden - zu diesen zählen im Übrigen nicht nur Wind und Sonne - welche Alternativen für eine langfristig saubere und sichere Energieversorgung sehen Sie dann?

    Martina

  • Hallo ws1964. Niemand behauptet, dass Blasen für Jedermann schlecht sind. Menschen brauchen Illusionen und wollen an das Gute glauben. In Deutschland steigert man sich extrem in diese Illusionen hinein. Geschickte Kommunikatoren wecken diese Illusionen und die Menschen schwelgen in ihren Illusionen bis diese irgendwann platzen. Dies kann ein Glücksgewinn sein.

    Ich hatte bewusst die unpolitische Börsenblase der Jahrtausendwende als Beispiel angeführt als die Finanzmedien den potentiellen Anlegern eine goldene Zukunft versprachen. Die Gewinne von IT und Telekomunternehmen sollten ungebremst in den Himmel steigen. Ich stellte mir seinerzeit so ketzerische Fragen welcher Kunde die künftigen Umsatzerwartungen dieser Projektionen erfüllen kann. Grosskonzerne und die Politik spielten begeistert mit.

    Wenn ein nüchterner Beobachter, auch ohne das Hintergrundwissen dass viele Basisdaten bewusst falsch sind, die Berichte zum "Klimawandel", "Erneuerbare Energien", "Atomkatastrophen", "ungelöste Endlagerfrage" sorgfältig liest, merkt dieser dass hier Illusionen vermittelt werden. Allerdings lesen und denken viele Menschen selektiv.

    Vandale

  • Wie sollte es auch sein, wo immer Kommentatoren irgendwelcher News auftauchen gibt es negativ-Kommentare. Typisch deutsch. Alles erstmal niedertreten.
    Wird nicht in Erneuerbare investiert - ist es falsch
    Wird in Erneuerbare Investiert - ist es falsch gemacht.
    Alle die immer alles besser wissen sollten doch mal Ihren Hintern heben und selbst in Politik und Wirtschaft gehen und dann koennen sie ja das Ruder herumreissen.
    Ich kann nur sagen, dass es zwar spaet ist aber eben nicht zu spaet dass nun auch die Grossen der Branche jetzt in das Geschaeft der erneuerbaren Energien einsteigen.
    Ich finde es in Ordnung hier Milliarden zu investieren (Wird ja dann nicht dem gierigen Aktionaer in den Rachen geworfen!).
    Und wenn schon wieder besserwisserisch an der Finanzierung genoergelt wird und Blasen gesehen werden, die Anlagen fallen nicht vom Himmel.
    Die werden gebaut und die Technik kommt auch aus Europa und Deutschland sowohl als auch der Service der Installation und der spaeteren Wartung/Instandhaltung. Und das wird von Menschen realisiert, die damit ihr Geld verdienen und Ihre Familien ernaehren. Weiterhin spuelt diese Erwerbstaetigkeit und der nachfolgende Konsum wieder Steuergelder zurueck in die Kassen.

    Ich weiss nicht warum das alles immer schlecht ist.

    Bis die Tage

  • Wenn ich an den Neuen Markt 99 - 01 zurückdenke so wurde dieser gleichfalls von Privatleuten angeheizt, Elektriker die plötzlich zu Börsenexperten wurden, Verkäuferinnen die auf ihre T-Aktien stolz waren. Die Versicherer hatten seinerzeit Aktien zu Höchstkursen gekauft und dann 02 zu Tiefstkursen verkauft.

    Heutzutage haben sich viele Private, aber auch Landesbanken (müssen regelmässig gerettet werden)und Versicherer bei "Erneuerbaren Energien" engagiert. Einige Industriekonzerne, Wacker, Siemens, Bosch, sind involviert.

    Die Problematik ist die dass die Energiedichte von Wind und Sonne unzureichend ist um diese zu einer industriellen Stromerzeugung nutzen zu können. Die Einspeisung dieses Stroms ist wetterabhängig. Ein derartiger Strom ist in einem bedarfsgesteuertem Netz ziemlich wertlos.

    Die Subventionslasten sind, wer hätte dies bei den Politikern anders gedacht, über 20 Jahre in die Zukunft verteilt. Die Solarzellen des Jahres 05 erhalten bis 2025 Subventionen. Jede neue Anlage erhöht die Subventionslast. Analog eines Kettenbriefsystems stellt sich die Frage wann eine derartige Blase platzt, bzw. die Subventionen gekürzt/gestrichen werden müssen.

    Beim Platzen der Blase gibt es dann wieder viel Verbitterung.

    Vandale

  • Bei Ihren ganzen Zahlenspielereien haben Sie leider eine entscheidende Größe vergessen, nämlich den Anteil der steuerlichen Subventionen.

    Deutschland erkauft sich grüne Politik zum Preis des Staatsbankrotts wenn 1 kw zum Strompreis von rd 5 Cent in Leipzig an der Strombörse gehandelt werden, nachdem es zuvor mit rd. 45 Cent subventioniert wurde.

    Nicht nur, daß der deutsche Steuerzahler den Ausbau der chinesischen Solarindustrie fördert damit noch mehr Billigprodukte aus Fernost hierzulande die Arbeitsplätze vernichten oder garnicht erst entstehen lassen, nein, Banken und Hedgefonds grasen diese renditeträchtige Wiese jetzt auch noch ab und puschen das vorgenannte Mißverhältnis in noch größere Dimensionen.

    Die Renditen steigen und die Gehirne schrumpfen, so läßt sich auf Dauer kein Staat machen.

  • Die Privatmenschen müssen ohnehin alles tragen was diese Regierung und die Vorgänger so verzapft haben. Wie kann man nur dem Büger den bisher schon teurersten Strom in Europa noch teuerer und dazu noch unsicherer machen?
    Die ganze Welt lacht sich krank, meine Freunde im Ausland zahlen zum Teil nur 30% meines Strompreises. Wozu das alles?
    Wegen einer erfundenen Klimakatastrophe, wegen erfundener Gefahren die nur bei uns zu exsistieren scheinen. Wer soviel Unsinn verursacht ist entweder dumm oder bösartig.

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