Stromspeichermarkt BMW macht es Tesla nach

Nach Tesla drängt jetzt auch BMW in den Energiesektor. Der Autobauer will noch in diesem Jahr Stromspeicher für Zuhause anbieten. Der Akku-Technologie könnte weltweit ein schneller Durchbruch gelingen.

BMW wächst trotz VW-Skandal und Chinas Börsensturz

DüsseldorfWas Tesla kann, kann BMW schon lange: Der Münchner Autohersteller plant, ins Energiegeschäft einzusteigen. „Wir wollen ein neues Geschäftsfeld rund um Speichertechnologien aufbauen“, zitiert die Wirtschaftswoche in ihrer neuen Ausgabe einen Top-Manager von BMW.

Konkret plane der Premiumwagenhersteller noch in diesem Jahr, gebrauchte und neue Batterien des Elektrofahrzeugmodells BMW i3 im Großhandel zu verkaufen. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage und intelligentem Energiemanagement könnten diese Akkus „ohne Umbauten“ als Batteriespeicher für Eigenheime und Kleingewerbe genutzt werden, sagte ein BMW-Sprecher dem Handelsblatt.

BMW ist kein völliger Neuling im Batteriespeicher-Geschäft. Zusammen mit dem Automobilzulieferer Bosch und dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall lässt BMW etwa in Hamburg gebrauchte Batterien aus Elektrofahrzeugen zweitverwerten, indem die alten E-Akkus zu einem großen Stromspeicher zusammengeschaltet werden. Das ist aber nur ein Pilotprojekt.

Die neue Ankündigung von BMW hat hingegen eine völlig andere Dimension. Mit den 22 Kilowattstunden starken Anlagen drängt der Autobauer in einen potenziellen Milliardenmarkt, der seit der Ankündigung von Elon Musk völlig elektrisiert scheint. Der Chef des US-Elektrofahrzeugherstellers Tesla hatte im April 2015 verkündet, mit einer 3000-Dollar-Batterie den Markt für Eigenheimspeicher auf den Kopf stellen zu wollen. In Kürze soll seine Batterie „Powerwall“ in Deutschland erhältlich sein.

BMW springt jetzt auf den Hype auf. Und setzt darauf, dass Akkus für jedermann einen schnellen Durchbruch erleben. Die Chancen dafür stehen jedenfalls besser denn je. Schon ab 2017, so schätzt die Unternehmensberatung Pwc, könnten sich Billig-Akkus kombiniert mit einer Photovoltaikanlage in Deutschland wirtschaftlich rechnen.

Die Lithium-Ionen-Technologie hinter den Batterien ist weitgehend ausgereift. Die Preise sinken. Der Kaufanreiz wird immer größer. Zudem lohnt es sich von Jahr zu Jahr mehr, die Solarenergie vom Dach zu speichern und selbst zu verbrauchen. Hauptgrund dafür sind die stetig steigenden Strompreise in Deutschland.

Aktuell ist der Markt für Energiespeicher gepaart mit einer Photovoltaikanlage allerdings noch sehr klein. Von den 1,5 Millionen Hausbesitzern, die in Deutschland eine Solaranlage besitzen, haben sich nach Angaben des Bundesverbands der Solarwirtschaft erst rund 25.000 einen Stromspeicher zugelegt. BMW setzt darauf, dass sich das rasch ändert. Das weltweite Marktpotenzial für elektrische Akkus wird auf bis zu 1,2 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.

BMW erhofft sich mittelfristig durch die Stromspeicheroffensive auch eine Belebung des schleppenden Elektrofahrzeugverkaufs. Denn E-Autos könnten als Puffer dienen und damit die Stromnetze entlasten, die aufgrund der boomenden schwankenden erneuerbaren Energien unter Hochspannung stehen.

SUV mit Betonung auf Sport
Warum eigentlich?
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Warum bockt man ein Auto hoch, damit es wie ein Geländewagen wirkt, und trimmt es dann mit Breitreifen und Coupédach wieder auf sportlich? Die Antwort ist einfach: Weil es auf der Straße souverän aussieht, und sich gut verkauft. Vor allem auf so wichtigen Märkten wie USA und China.

Wenn Stil wichtiger ist als Nutzwert
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Der X4 ist ein Crossover. Als Mischung aus bulligem SUV und elegantem Coupé ist er „der kleine Bruder“ des X6, dessen Verkaufserfolg selbst seine Macher überraschte. Im Gelände wird man ihn trotz Allradantrieb wohl nie sehen. Auf Einkaufs-Boulevards und Überholspuren schon eher.

Man steigt ein, und riecht Leder.
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BMW hat ihn schön ordentlich aufgeräumt, den X4. Viel Leder und Metall im Innenraum umrahmen Bedienelemente, die meist intuitiv bedienbar sind. Gut gefallen haben uns der extrem weite Verstellbereich des Lenkrads und die ausgezeichneten Sitze.

Wie sich die Zeiten und die Wahrnehmung ändern
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Wer früher den Anspruch hatte ein sportliches Auto zu fahren, der bekam meist nur knapp die Hand zwischen Reifen und Kotflügel. Dank allgegenwärtiger Crossover und SUV wird das inzwischen großzügiger gesehen.

Volle Hütte, die Erste
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Natürlich hat man Platz in diesem BMW. Aber die breite Mittelkonsole und das große Ledergestühl hinterlassen schon den Eindruck einer wuchtigen Möblierung. Man hat eher einen festen Rahmen als das Gefühl von Freiheit und Abenteuer.

Volle Hütte, die zweite
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Nimmt man auf der Rückbank Platz, so sind die Knie auf die Gnade der Vorderleute angewiesen. Die Kopffreiheit geht in Ordnung bis 1,85 m Körpergröße. Wegen der coupéartig nach unten abfallenden Dachlinie aber nur gerade so. Und drei Erwachsene hinten wäre definitiv einer zu viel.

Aus Freude am Prestige
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Die Zutaten für das Rezept X4 sind bekannt. Sie stammen vom X3 und vom X6. Das Fahrwerk zeigt sich auf allen Belägen vom Feinsten: hier wird nicht gerumpelt. Und die serienmäßige Automatik schaltet schneller, sparsamer und sportlicher, als wir es von Hand könnten. Das hat seinen Preis: 56.000 Euro ruft BMW mindestens auf. Schnell können daraus über 70.000 werden.

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