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Studie Fachkräftemangel beflügelt die Leiharbeit

Der Bedarf der Unternehmen nach flexiblen Kräften steigt seit Jahren. Einer Studie zufolge legen die Personalchefs mittlerweile mehr Wert auf das Wohlergehen der Leiharbeiter. Der Grund: Es fehlt an Fachkräften.
20.02.2012 - 12:15 Uhr 18 Kommentare
Stand der Zeitarbeitsfirma „Manpower“: Der Bedarf an flexiblen Arbeitskräften steigt. Quelle: dapd

Stand der Zeitarbeitsfirma „Manpower“: Der Bedarf an flexiblen Arbeitskräften steigt.

(Foto: dapd)

München Der Trend ist seit Jahren ungebrochen: Mit jedem Konjunkturzyklus steigt in Deutschland die Zahl der Zeitarbeiter. Experten gehen davon aus, dass bereits in diesem Jahr erstmals mehr als eine Million Menschen auf Leihbasis beschäftigt sein könnten.

Die Entwicklung geht in zwei Richtungen: Einerseits wächst der Bedarf der Unternehmen nach flexiblen Arbeitskräften, andererseits fällt es bei sinkender Arbeitslosigkeit Randstad & Co immer schwerer, geeignete Bewerber zu finden. Manche Regionen seien regelrecht „leergefegt“, klagt die Branche. Während die Gewerkschaften den Unternehmen als Motiv oft Lohndrückerei für den Einsatz von Leiharbeitern unterstellen, kommt eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) zu einem anderen Ergebnis. Befragt wurden mehr als 100 Unternehmen, die Leiharbeit einsetzen oder erwägen. Die Studie lag der Redaktion vor Veröffentlichung vor.

Demzufolge setzen zwei Drittel der Befragten Zeitarbeiter ein, um „kurzfristig ausfallende Arbeitskräfte zu ersetzen“ oder „flexibel auf schwankende Auftragsvolumina reagieren zu können“. Lediglich acht Prozent der Befragten nannten als Motiv den Wunsch, „die Personalkosten zu reduzieren.“

Der Studie zufolge legen die Personalchefs mittlerweile größeren Wert auf das Wohlergehen der Leiharbeiter. Denn mit sinkender Arbeitslosigkeit wächst die Besorgnis, dass das Reservoir an flexiblen Arbeitskräften austrocknen könnte. Drei Viertel der Befragten antworteten auf die Frage, ob der wachsende Fachkräftemangel die Arbeitsbedingungen von Zeitarbeitern verbessert, mit „ziemlich wahrscheinlich“ oder „ganz sicher“.

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    So sprechen sich fast alle Befragten für eine systematische Einarbeitung der Zeitarbeiter aus. 60 Prozent sind für eine einheitliche Arbeitskleidung, sieben von zehn Personalchefs sind für regelmäßige Mitarbeitergespräche. Acht von zehn Unternehmen halten sogar gemeinsame Betriebsausflüge und Weihnachtsfeiern zwischen Zeitarbeitern und Stammbelegschaft für gut oder sehr gut geeignet, um das ausgeliehene Personal in das Unternehmen zu integrieren.

    Ab dem 24. Februar steht die DGFP-Studie unter diesem Link kostenlos zum Abruf zur Verfügung.

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    18 Kommentare zu "Studie: Fachkräftemangel beflügelt die Leiharbeit"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Unglaublich, diese Studie. Neeeein, natürlich wollen die lieben Unternehmen keine Kosten mit Leiharbeitern sparen, die armen Unternehmen wollen nur kurzfristigen Mangel überbrücken. Mangel, den sie selbst durch kurzfristige Entlassungen schaffen, wann immer die Aktionäre statt einer Gewinnsteigerung von 100 Prozent im Jahr nur noch 90 Prozent mehr bekommen. Diese Studie ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die ohne Einstellungschance von Harz IV leben oder die ihr Leben lang von einem Unternehmen ins nächste geschickt werden, verachtet von ihren fest angestellten Kollegen und ihren so genannten Arbeit"gebern". Dass sich die Macher dieser Studie nicht schämen ...

    • Warum die Löhne zu niedrig sind? Das könnten man den Herrn Harz fragen! - Der war doch Arbeitsdirektor bei VW! VW beitzt mit "Vision 5000" eine Zeitarbeitsfirma, die unter den Top-5 in Deutschland gehört.
      Warum sind die Löhne und Gehälter in den letten Jahren nicht gestiegen? Weil die Gewerkschafteb sich zunehmend mit der Betrieben ins Bett legen und sich Südseereisen - Harz - und Orgien finanzieren lassen und eben nicht für die Löhne- und Gehälter der Arbeiter und Angestellten auch nur annährend so interessiert haben, wie die ach so böse Zeitarbeit!
      Und jetzt werde ich einmal deutlicher: Gewerkschafter sind für mich (überwiegend) das Letzte! Diese Heuchelei! - Wiederlich!

      In der Zeitarbeit (iGZ-Tarif) sind die Stundenvergütungen, nach Tarif, in der untersten Stufe (Helfer, ungelernt, ohne Schulabschluß, einfache Tätigkeiten) vom 01.07.2010 zum 01.11.2011 (16 Monate) um 3,8 und in der Höchsten Lohnstufe um 2,2% gestiegen (geleicher Zeitraum!).

      Warum haben wir denn dann nich immer keinen Minestlohn, wenn bereits jetzt feststeht, daß zu 01.11.2012 der MINDESTLOHN auf € 8,19 steigt. Warum wird von den Arbeitgebern außerhalb der Zeitarbeit so getan, als wenn das Abendland untergeht?

      € 8,19 in der Zeitarbeit (igZ) ab dem 01.11.2012 gewährt nach 9 Monaten durchgängigen Einsatz in einen Entleihbetrieb zusätzlich € 0,20 / Arbeitsstunde. Somit steigt die Gesamtvergütung auf Mindestens € 8,39 / Stunde! Was ist daran verwerflich? Ich kenne reihenweise Firmen, wo Mitarbeiter mit 4-6 Euro /brutto in der Stunde vergütet werden. Es ist einfach mal Zeit mit dem Gewerkschaftsmärchen aufzuräumen! - Wiederholungen des Vortages: "Die böse Zeitarbeit" führen nicht zu einer anderen Wahrheit.

      Selber Nachdenken und nicht die Phrasen der Gewerkschaften blind wiederholen!

    • wann wird endlich diese tödliche Entwicklung gestoppt! Wann begreift man endlich, das nur fest eingestellte Fachkräfte unternehmensloyal, produktiv und vor allen Dingen motiviert den langfristigen gesellschaftlichen Zusdammenhalt sichern. Die angloamerikanische Verfahrensweise, die wir übernommen haben, hat sich NICHT bewährt. Zu bedenken ist, wenn unqualifizierte "Fachleute" (auch Politiker)dazu auffordern mehr selbstständige Dienstleistungen zu befördern sich den "eigenen Ast absägen", denn unsere Wirtschaft funktioniert hauptsächlich auf Basis von innovativen, technisch hochwertigen PRODUZIERTEN Gütern.

    • Leiharbeiter sind moderne Sklaven,Zeitarbeiter auf dem Wege dahin.Schlimm ist nur,das die Politik dieses massiv unterstützt und die Leute,die die Richtlinien schaffen,gar nicht mehr wissen,was Sie anstellen.(oder sich einen Einstieg in die Wirtschaft erhoffen,was noch viel schlimmer ist)Eine Studie,wie die Obige Erwähnte ist Augenwischerei und geht an der Wirklichkeit vorbei.
      Man darf nicht darüber nachdenken,was in 20 bis 30 Jahren mit unseren Rentnern passiert.

    • Leiharbeit ist nichts anderes als Lohndrückerei und beliebige Verfügbarkeit an billigen Arbeitskräften. Also moderne Sklaverei????? Ich bin momentan ausgestiegen und komme immer mehr zum Schluss,dass ich meine Kenntnisse und Fertigkeiten nicht mit Leiharbeit verplembern werde.
      40 Jahre IGM.......

    • Fachkräftelüge

      "http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.363686.de/10-46-1.pdf"

    • @Insider, für wen schreiben Sie?
      Menschen sind bei Ihnen wie Strom, die lassen sich abschalten und stehen in Spitzenzeiten ohne Schwankungen zur Verfügung. Bei Ihnen zählt die Symbiose noch, Menschlich und das was mit "Kohle" zu tun, wie ein guter Stromer halt so daher kommt. Das Fremdwort wollte ich nur umschreiben, andernfalls kommt es mir über.

    • Bildung mehr denn je gefragt. Ausbildung kommt nicht mehr vor. Die Fertigprodukte in der Lebensmittelbranche stillen den Hunger nach mehr. Deutschland, billig gleich mehr, komplett im Dreisatz.

    • Wenn der Bedarf an befristet ausgeliehen Fachkräften so hoch ist, warum sind die Löhne so niedrig?

      Wenn man sich Fachkräfte hauptsächlich ausleiht, um „flexibel auf schwankende Auftragsvolumina reagieren zu können“, warum leiht man diese teilweise über mehrere Jahre?
      Das gilt für einfache Tätigkeiten bis hin zum Ingenieur.

      Als Leiharbeiter schaut man sich immer nach einem Job außerhalb der Leihbuden um, mehr oder weniger intensiv.


      Bin Leih-Ing bei einem großen Dienstleister.
      Laut Vertrag europaweit verfügbar, Reisekostenerstattung-gibt es keine Regelung, Lohnerhöhungen werden durch freiwillige Zuschläge wieder einkassiert,....

      Die Lösung des Fachkräftemangel in der Zeitarbeit zu suchen ist ein Fehler.

    • Eine weitere bestellte Studie aus einem Lobbybüro daß von den Lohnzuhältern finanziert wird.

      Wer den Sumpf trockenlegen will darf nicht die Frösche fragen.

      Jeder der einmal mit dieser Schweinebranche in Kontakt war wird fröhlich lachend auf dem Drogenstrich anschaffen gehen so wie jeder der geHARZT worden ist genau weiß in welch verkommener Drecksrepublik wir leben.

      Zu 1. Die Rekrutierungsstellen werden dann brennen wenn der Crash da ist. Dann gibts auch persönlich gestaltete Krawatten für die Lu... sorry, DISPONENTEN.

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