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Studie Nahrungsmittelhersteller fördern Diabetes

Die Ausbreitung großer Lebensmittelkonzerne in ärmeren Ländern trägt dort einer Studie zufolge stark zu Fettleibigkeit und chronischen Krankheiten bei.
27.06.2012 - 11:11 Uhr 4 Kommentare
Diese Kinder in einer Grundschule in der Nähe von Harare, der Hauptstadt Simbabwes, erhalten mit Hilfe von Unicef zumindest ein Mal täglich etwas zu essen. Quelle: dpa

Diese Kinder in einer Grundschule in der Nähe von Harare, der Hauptstadt Simbabwes, erhalten mit Hilfe von Unicef zumindest ein Mal täglich etwas zu essen.

(Foto: dpa)

London Der Konsum von gesüßten Erfrischungsgetränken und verarbeiteten Lebensmitteln nimmt laut der Studie in solchen Staaten rapide zu. Damit steige das Risiko für Gesundheitsprobleme wie etwa Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes 2, warnen die Forscher aus Großbritannien, Indien und den USA im Online-Journal „PLoS Medicine“.

Das Team um den Soziologen David Stuckler von der englischen Universität Cambridge wertete offizielle Verkaufsdaten von Lebensmitteln aus. Für bis zu 80 Länder analysierte es die Entwicklung der vergangenen Jahre und Prognosen bis zum Jahr 2016.

Dass der steigende Konsum keine zwangsläufige Folge von Wohlstand ist, beschreiben die Forscher an den Beispielen von Mexiko und Venezuela. In Mexiko stieg der Konsum von Erfrischungsgetränken seit den 1990er Jahren nach einem Freihandelsabkommen mit den USA auf internationale Rekordwerte an: Mexikaner trinken davon pro Kopf durchschnittlich mehr als 300 Liter pro Jahr. Gleichzeitig hat Mexiko von allen Entwicklungsländern den höchsten Anteil übergewichtiger Kinder. In Venezuela dagegen, das kein Freihandelsabkommen mit den USA hat, blieb der Konsum solcher Getränke seit den 1990er Jahren weitgehend konstant - trotz steigenden Wirtschaftswachstums.

Ein Sprecher von Nestlé sagte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage, das Unternehmen trage weltweit dazu bei, die Ernährung und die Gesundheit der Menschen zu verbessern. Dazu würden Nahrungsmitteln etwa mit gesundheitsfördernden Nährstoffen wie Eisen, Vitaminen oder Mineralstoffen angereichert. Gleichzeitig habe Nestlé in den vergangenen Jahren in seinen Produkten die Konzentrationen von Salz, Zucker und Fett gesenkt.

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    • dpa
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    4 Kommentare zu "Studie: Nahrungsmittelhersteller fördern Diabetes"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn aber Zuckerwasser in einem solchen Übermaß angeboten wird, dass jedes andere Wasser in dem Überangebot untergeht UND wegen des Überangebots an billigem Zuckerwasser auch noch schw....teuer wird ...?
      Die Industrie weiß ganz genau, wie sie uns in ihre Fänge bekommt. Und bald wird es so sein, dass sich nur noch die Reichen die wirklich gesunden, chemiefreien Nahrungsmittel leisten können ...

    • Man sollte dabei allerdings auch beachten das es sich hierbei um bildungsferne Teile der Welt handelt. Manipuliert durch Werbung kann man diesen Menschen nicht wirklich einen Vorwurf für ihr Konsumverhalten machen. Nicht immer diese s***** Konzerne in Schutz nehmen!

    • Agrar- und Lebensmittelindustrie sind maßgebliche Verursacher von Volkskrankheiten. Diese Industrien müssten von daher jährlich einen Teil ihres Gewinns an Krankenkassen abliefern.

    • Natürlich sind die Konzerne darauf aus, Geld zu verdienen. Wie 99,x % der Bevölkerung auch. Also bitte nicht zu kurz springen.
      Außerdem entscheidet immer noch der Mensch selbt, was er sich in die Firgur presst. Und nur, weil Zuckerwasser verfügbar ist, muss ich es ja nicht im Übermaß konsumieren.

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