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Tabak-Konzern Japan plant anteiligen Verkauf von Tobacco

Um nach der Tsunamikatastrophe an frisches Geld für den Wiederaufbau zu kommen, will die japanische Regierung Anteile am Tabakkonzern Tobacco verkaufen. Das Unternehmen ist der drittgrößte Weltkonzern in dem Segment.
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Das Logo von Japan Tobacco in Tokio. Quelle: Reuters

Das Logo von Japan Tobacco in Tokio.

(Foto: Reuters)

Tokio Die japanische Regierung will Anteile am Tabakkonzern Japan Tobacco verkaufen, um rund zwei Jahre nach der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe an frisches Geld für den Wiederaufbau zu kommen. Der Staat wolle sich von gut 333 Millionen Aktien - also etwa einem Drittel des noch in seinem Besitz befindlichen Anteils - trennen, teilte das Finanzministerium in Tokio am Montag mit. Der Verkaufspreis soll demnach Mitte März - rund um den Jahrestag der Tragödie - festgelegt werden.

Durch das Erdbeben und den dadurch ausgelösten Tsunami waren im März 2011 im Nordosten Japans 19.000 Menschen ums Leben gekommen und hunderttausende Menschen obdachlos geworden. Zudem führte die Katastrophe zu einer Kernschmelze in mehreren Reaktoren der Atomanlage in Fukushima, der folgenschwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl im Jahr 1986.

Japan Tobacco kontrolliert etwa zwei Drittel des japanischen Tabakmarktes und ist mit Blick auf die Zahl der verkauften Zigaretten hinter Philip Morris International und British American Tobacco der drittgrößte Weltkonzern in dem Segment. Zu Japan Tobacco gehören Marken wie Winston und Camel. Der Konzern war 1985 privatisiert worden. Der Staat blieb jedoch Mehrheitsaktionär, reduzierte seinen Anteil aber stetig. Aktuell hält er 50 Prozent an dem Unternehmen, davon will er 16,7 Prozent demnächst verkaufen.

  • afp
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