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Takata Airbag-Hersteller soll kurz vor Insolvenz stehen

Der japanische Takata-Konzern steht Medienberichten zufolge vor dem Aus. Der Automobilzulieferer schreibt seit Jahren rote Zahlen – vor allem wegen der Rückrufkosten für defekte Airbags.
16.06.2017 - 09:09 Uhr Kommentieren

Tödliche Geschosse – das sind die Gründe für die Takata-Pleite

Tokio Der angeschlagene japanische Automobilzulieferer Takata steht nach übereinstimmenden Medienberichten wegen der Folgen eines gewaltigen Rückrufdesasters kurz vor dem Aus. Wie die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ und die Agentur Kyodo am Freitag unter Berufung auf informierte Quellen berichteten, könnte Takata möglicherweise noch Ende dieses Monats vor Gericht Insolvenz beantragen. Der Konzern war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Angesichts gewaltiger Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als einer Billion Yen (rund 8,1 Milliarden Euro) wäre dies die größte Pleite eines Produktionsunternehmens in der japanischen Nachkriegsgeschichte.

Defekte Airbags von Takata machen der Automobilindustrie schon seit Jahren zu schaffen. Bei langer Einwirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit kann der Airbag bei einem Unfall zu stark auslösen.

Die Mängel haben allein in den USA zum Rückruf von fast 70 Millionen Airbags geführt und werden für den Tod von mindestens 16 Menschen verantwortlich gemacht. Wegen der hohen Rückrufkosten schreibt Takata seit nunmehr drei Geschäftsjahren in Folge tiefrote Zahlen.

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