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Technologiekonzern Bosch verkauft Verpackungstechnik an Finanzinvestor CVC

Der Technologiekonzern trennt sich von der Sparte mit rund 6100 Mitarbeitern. Der Geschäftsbereich wurde zuletzt mit rund 850 Millionen Euro bewertet.
Update: 12.07.2019 - 15:37 Uhr Kommentieren
Die Bosch Packaging Technology GmbH stellt Verpackungsmaschinen für den Lebensmittel- und Pharmasektor her. 2017 erzielte sie einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro Quelle: Bosch
Bosch-Verpackungssparte

Die Bosch Packaging Technology GmbH stellt Verpackungsmaschinen für den Lebensmittel- und Pharmasektor her. 2017 erzielte sie einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro

(Foto: Bosch)

Stuttgart Der Finanzinvestor CVC Capital Partners kauft das Geschäft mit Verpackungsmaschinen von Bosch. Ziel sei es gewesen, für die Verpackungstechnik mit ihren 6100 Mitarbeitern einen zuverlässigen und langfristig orientierten neuen Eigentümer zu finden, sagte der zuständige Bosch-Geschäftsführer Stefan Hartung am Freitag. „Dieses Ziel haben wir erreicht.“

Die Robert Bosch Packaging Technology GmbH soll an eine neu gegründete Gesellschaft gehen, die von CVC verwaltet wird, teilten beide Seiten am Freitag mit.

„Ich bin nicht glücklich darüber“, sagte Uwe Bauer von der IG Metall in Schwäbisch Hall, der im Januar eine Absicherung für die deutschen Standorte der Sparte ausgehandelt hatte. „Eine langfristige Lösung sieht anders aus.“ Er fürchte eine Belastung und unsichere Zeiten für die Beschäftigten. Dabei habe es interessante strategische Bewerber gegeben, so Bauer.

CVC hat laut Finanzkreisen Konkurrenten wie den italienischen Maschinenbauer Coesia, die deutsche Körber-Gruppe sowie die Finanzinvestoren KKR und Bain aus dem Feld geschlagen. Eingefädelt hat die Übernahme für CVC der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschland-Chef Alexander Dibelius. Der Investor wolle die Bosch-Verpackungstechnik „noch wettbewerbsfähiger aufstellen“, erklärte er.

Bosch hatte die Robert Bosch Packaging Technology GmbH vor gut einem Jahr zum Verkauf gestellt. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart worden – zuletzt war der Bereich in Berichten mit 850 Millionen Euro bewertet worden. Dem Verkauf müssen noch die Kartellbehörden zustimmen. Die Transaktion soll zum Jahresende abgeschlossen werden.

Bosch-Geschäftsführer Hartung hatte den Schritt damit begründet, dass der Bereich in der mittelständisch geprägten Branche nicht mehr zu Bosch passe. Der Technologiekonzern - nach wie vor einer der größten Autozulieferer weltweit - will sich verstärkt auf die Bereiche Mobilität und Vernetzung konzentrieren.

Die Bosch Packaging Technology GmbH stellt Verpackungsmaschinen für den Lebensmittel- und Pharmasektor her. 2017 erzielte die Sparte einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro – im vergangenen Jahr konnte der Bereich laut Geschäftsbericht noch einmal leicht zulegen. Genauere Zahlen veröffentlicht Bosch nicht.

Zur Firma gehörte auch ein Bereich, der Spezialmaschinen fertigt, die Bosch selbst braucht. Er wurde von dem Verkauf ausgenommen. Rund die Hälfte der weltweit 6100 Mitarbeiter ist in Deutschland tätig, etwa 900 davon am Hauptsitz in Waiblingen.

Für die deutschen Standorte hatte der Gesamtbetriebsrat schon im Januar im Falle eines Verkaufs den Fortbestand für mindestens drei Jahre nach Abschluss der Transaktion ausgehandelt. Außerdem wird sich das Unternehmen für mindestens fünf Jahre nach dem Verkauf an Tarifverträge halten.

Für die Mitarbeiter soll sich einer Bosch-Sprecherin zufolge nichts ändern. Es sei keine Umstrukturierung geplant, alle Mitarbeiter würden übernommen. Die Beteiligungsgesellschaft CVC hat ihren Sitz in Luxemburg und verwaltet nach eigenen Angaben mehr als 75 Milliarden US-Dollar (rund 67 Milliarden Euro) an Kapital. Üblicherweise verkaufen Finanzinvestoren die übernommenen Firmen nach einigen Jahren wieder.

Mehr: Bis zu 700 KI-Experten sollen künftig in einem Forschungskomplex in Tübingen arbeiten. Für Bosch ist das Thema künstliche Intelligenz eine Überlebensfrage.

  • dpa
  • rtr
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