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Siemens in München

Der Konzern hat seine Jahresziele erreicht.

(Foto: Reuters)

Technologiekonzern Siemens erreicht im Schlussspurt seine Ziele – die Blitzanalyse

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München Der Siemens-Konzern hat am Morgen die Bilanz des Geschäftsjahres 2018/19 vorgelegt. Vorstandschef Joe Kaeser sagte, die Abschwächung der Weltwirtschaft habe sich zuletzt deutlich beschleunigt. „Dennoch konnten wir mit einem fulminanten vierten Quartal die Leistungsfähigkeit von Siemens erneut unterstreichen.“ Hier die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr vergleichbar um drei Prozent auf 86,8 Milliarden Euro. Kaeser hatte ein „moderates Wachstum“ in Aussicht gestellt. Analysten hatten im Schnitt mit 85,5 Milliarden Euro gerechnet. Zum Vergleich: Beim Schweizer Konkurrenten ABB hatten die Umsätze in den ersten neun Monaten um vergleichbar zwei Prozent auf 20,9 Milliarden Dollar zugelegt.
  • Das operative Ergebnis stieg leicht auf neun Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt 8,7 Milliarden Euro erwartet. Damit erzielte Siemens – ohne die Kosten für Stellenabbau – eine operative Umsatzrendite von 11,5 Prozent. Siemens hatte 11 bis 12 Prozent angekündigt.
  • Der Nettogewinn sank wegen Sonderfaktoren im Jahr zuvor auf 5,6 Milliarden Euro.
  • Die Dividende soll um 0,10 auf 3,90 Euro steigen.

Das fällt positiv auf

Starker Schlussspurt: Die Umsätze im vierten Quartal wuchsen um vergleichbar sechs Prozent auf 24,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 20 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Damit fiel die Umsatzrendite – ohne die Kosten für Stellenabbau – mit 12,5 Prozent gut aus.

Dabei hielt sich auch die Vorzeigesparte Digitale Industrien (DI), deren Geschäfte eigentlich besonders sensibel auf konjunkturelle Schwankungen reagieren, stabil. Dank eines starken Softwaregeschäfts (plus 21 Prozent) stiegen die Umsätze bei DI im vierten Quartal um vergleichbar zwei Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Die angepasste operative Marge verbesserte sich von 12,0 auf 12,5 Prozent.

Das fällt negativ auf

Probleme im Energiegeschäft: Die Kraftwerkssparte, die einen Kern des neuen Siemens-Energy-Konzerns bildet, hat weiter zu kämpfen. Das operative Ergebnis sank im Geschäftsjahr nochmals von 722 auf 679 Millionen Euro. Die Marge betrug damit 3,8 Prozent. Auch im laufenden Geschäftsjahr erwartet Kaeser hier nur zwei bis fünf Prozent. Auch der Umsatz sank um vergleichbar vier Prozent auf 17,7 Milliarden Euro.

Doch es gibt Hoffnungsschimmer: Der Auftragseingang legte um vergleichbar sieben Prozent auf knapp 20 Milliarden Euro zu.

Was jetzt passiert

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Siemens erneut einen moderaten Umsatzanstieg. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie soll von 6,41 Euro auf 6,30 bis 7,00 Euro steigen. Siemens geht somit in solider Verfassung in die Aufspaltung. Im nächsten Jahr soll das Energiegeschäft, das für 40 Prozent der Umsätze steht, an die Börse gebracht werden.

Mehr: Der Medizintechnik-Spezialist Siemens Healthineers hat seine Ziele im Geschäftsjahr nur teilweise erreicht. Probleme bei der Einführung einer Diagnostikplattform belasten.

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