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Technologiekonzern Siemens rechnet mit deutlichen Auswirkungen durch Corona

Vor allem das konjunktursensible Geschäft mit der Industrieautomatisierung dürfte betroffen sein. Siemens prüft auch Maßnahmen zur Kostenreduzierung.
18.03.2020 - 13:16 Uhr Kommentieren
Der Konzern befindet sich gerade in einer heiklen Phase. Quelle: dpa
Siemens-Zentrale in München

Der Konzern befindet sich gerade in einer heiklen Phase.

(Foto: dpa)

München Auch der Technologiekonzern Siemens bekommt die Folgen der Coronavirus-Pandemie zunehmend zu spüren. Im laufenden Quartal werde die Situation deutliche Auswirkungen haben, teilte Siemens anlässlich einer virtuellen Investorenkonferenz mit. Gerade in den konjunktursensiblen Industriegeschäften sei die Nachfrage in Schlüsselregionen wie China, Deutschland und Italien stark betroffen – besonders in der Automobilbranche und im Maschinenbau.

Im Projektgeschäft könne es zudem zu Verzögerungen kommen. Konkrete Zahlen nannte Siemens nicht. Es sei noch zu früh, um die Implikationen vollständig abzusehen.

In China sind laut Unternehmensgaben bis auf eine alle Fabriken in Betrieb. 95 Prozent der Beschäftigten seien wieder im Dienst. Oberste Priorität hätten in der derzeitigen Situation die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter. Wichtig sei es zudem, die Geschäfte aufrechtzuerhalten und einen starken Fokus auf die Cash-Positionen zu haben. Maßnahmen zur Kostenreduzierung würden geprüft.

Siemens betonte, dass der Konzern eine starke Bilanzposition habe. Die globale Aufstellung helfe, Risiken auszubalancieren. Zudem sei das Geschäftsportfolio widerstandsfähig.

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    Schon der Start ins neue Geschäftsjahr, das am 1. Oktober begann, war Siemens nicht sonderlich gut gelungen. Der Konzernumsatz sank im ersten Quartal 2019/20 um vergleichbar ein Prozent auf 20,3 Milliarden Euro. Noch schlechter sah es beim Gewinn aus. Das operative Ergebnis brach um 30 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro ein. Die operative Umsatzrendite betrug so nur noch 7,3 Prozent im Vergleich zu 10,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.

    Konkrete Zahlen bezüglich der möglichen Auswirkungen der Coronakrise auf das zweite Quartal, also den Zeitraum von Januar bis März, nannte Siemens nicht.

    Konzern lebt von langfristigen Aufträgen

    Nach Einschätzung in Industriekreisen werden viele deutsche Unternehmen erst in den Märzzahlen die Wucht der Corona-Krise so richtig sehen. Entscheidend werde dann vor allem das nächste halbe Jahr. Bei Siemens, das noch zu einem guten Teil von Großaufträgen zum Beispiel für Züge und Kraftwerke lebt, die über die Jahre abgewickelt werden, könnten die Auswirkungen zunächst milder ausfallen als in anderen Branchen. Allerdings reagiert vor allem das Geschäft mit der Industrieautomatisierung sensibel auf konjunkturelle Schwankungen.

    Siemens trifft die Corona-Krise in einer heiklen Phase. Der Konzern spaltet sich gerade auf. Das Energiegeschäft, das für 40 Prozent der Umsätze steht, soll verselbstständigt und an die Börse gebracht werden. Noch hält der Konzern am Fahrplan fest.

    Der Siemens-Rivale General Electric hatte Anfang März den Corona-Effekt auf das operative Ergebnis im ersten Kalenderquartal auf 200 bis 300 Millionen Dollar beziffert. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte GE vorerst. So rechnet der Konzern beim Industrie-Umsatz mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus eigener Kraft. Die Marge soll stabil bleiben oder um bis zu 0,75 Prozentpunkte steigen. Allerdings sind Auswirkungen von Corona nur für das erste Quartal berücksichtigt.

    Der Schweizer Siemens-Konkurrent ABB will seine Hauptversammlung in der kommenden Woche unter stark eingeschränkten Bedingungen durchziehen. Aktionäre dürften an der Generalversammlung am 26. März nicht teilnehmen, teilte ABB am Mittwoch mit. Sie würden gebeten, mittels Vollmacht an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter abzustimmen.

    Mehr: Coronakrise legt die Wirtschaft lahm – Immer mehr Fabriken müssen schließen

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