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Technologiekonzern Siemens startet trotz Krise gut ins neue Geschäftsjahr – und will Ausblick prüfen

Der Konzern hat überraschend Zahlen für sein erstes Quartal vorgelegt. Die Geschäfte liefen besser als erwartet, die Prognose kommt auf den Prüfstand.
21.01.2021 Update: 21.01.2021 - 20:15 Uhr Kommentieren
Der Siemens-Chef übergibt in Kürze die Führung an Roland Busch. Quelle: Reuters
Joe Kaeser

Der Siemens-Chef übergibt in Kürze die Führung an Roland Busch.

(Foto: Reuters)

München Zum Abschied von Konzernchef Joe Kaeser ist der Siemens-Konzern trotz Coronakrise gut ins neue Geschäftsjahr gestartet. Die Geschäfte seien „deutlich besser als erwartet“ gelaufen, teilte der Konzern am Donnerstagabend mit. Vor allem dank einer starken Nachfrage in China und besserer Geschäfte mit der Industrie-Digitalisierung legte das operative Ergebnis in wichtigen Geschäftsfeldern deutlich zu.

Eigentlich wollte Siemens die Zahlen für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres 2020/21 (30. September) erst zur Hauptversammlung Anfang Februar vorlegen. Doch nun kündigte das Unternehmen an, den Ausblick für das Gesamtjahr überprüfen zu wollen. Eine Anhebung ist also möglich.

Die Börse reagierte positiv auf die Nachrichten: Der Siemens-Aktienkurs legte am Abend auf außerbörslichen Handelsplattformen um etwa zwei Prozent zu. Die Aktie hatte sich schon im vergangenen Geschäftsjahr besser als der Dax geschlagen.

In der Vorzeigesparte Digital Industries stiegen die Umsätze laut Mitteilung um vergleichbar fünf Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (angepasstes EBITA) legte um 57 Prozent auf 848 Millionen Euro zu.

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    Der Konsens der Analysten lag laut Siemens bei knapp 600 Millionen Euro. Damit schaffte das Geschäft mit der Digitalisierung und Automatisierung der Fabriken eine operative Umsatzrendite von 22,5 Prozent.

    Siemens kommt robust durchs Krisenjahr

    Auch im Geschäft mit der Intelligenten Infrastruktur (Smart Infrastructure/SI), zu der unter anderem die Gebäudetechnik gehört, schnitt Siemens besser ab als viele Analysten erwartet hatten. Der Umsatz legte um vergleichbar vier Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro zu.

    Das operative Ergebnis der Sparte verbesserte sich um 39 Prozent auf 391 Millionen Euro. Analysten hatten mit rund 300 Millionen Euro gerechnet. Siemens führte dies unter anderem auf einen höheren Software-Anteil und eine Erholung in den konjunktursensiblen Geschäften mit der Automatisierung zurück. Die Marge von Smart Infrastructure betrug 11,2 Prozent.

    Nur im Geschäft mit der Bahntechnik musste Siemens einen Gewinnrückgang hinnehmen. Das operative Ergebnis sank, wie von Analysten erwartet, leicht auf 219 Millionen Euro. Der Umsatz legte um vergleichbar vier Prozent auf 2,2 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang verbesserte sich dank Großaufträgen sogar um zwei Drittel auf 2,7 Milliarden Euro.

    Bislang hatte Siemens für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 einen moderaten Anstieg von Umsatz und des Nettogewinns prognostiziert. Für die Digital Industries wurde eine operative Umsatzrendite zwischen 17 und 18 Prozent, für Smart Infrastructure von 10 bis elf Prozent und bei Mobility zwischen 9,5 und10,5 Prozent erwartet. Nun ist es also möglich, dass diese Prognosen angehoben werden.

    Siemens profitierte in den vergangenen Monaten vor allem von der deutlich besseren Nachfrage in China. Damit stehen die Münchener nicht alleine da. So hatte auch der Chemiekonzern BASF dank eines starken China-Geschäfts die Erwartungen im vergangenen Quartal übertroffen. Und auch der Softwarekonzern SAP berichtete von einem ordentlichen Geschäftsverlauf von Oktober bis Dezember.

    Im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 hatte Siemens wie andere Konzerne die Prognose wegen der Coronakrise im Frühjahr kassieren müssen. Insgesamt kam der Technologiekonzern aber sehr robust durchs Jahr.

    Der Umsatz sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um vergleichbar zwei Prozent auf 57 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis der industriellen Geschäfte ging um drei Prozent auf 7,6 Milliarden Euro zurück.

    Für Siemens-Chef Joe Kaeser war es das letzte volle Jahr als Vorstandschef. Beim Aktionärstreffen am 3. Februar übergibt er die Führung an seinen Stellvertreter Roland Busch. Kaeser hatte im vergangenen Jahr seinen radikalen Umbau mit der Abspaltung der margenschwachen Energietechnik als neue Siemens Energy AG an die Börse weitgehend beendet.

    Dadurch steigt die Profitabilität der verbleibenden Siemens AG mit den Digitalgeschäften deutlich. Kaeser erhofft sich davon eine Höherbewertung des Unternehmens. Bislang ist die Rechnung weitgehend aufgegangen.

    Mehr: Siemens holt Milliardenauftrag in Ägypten

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