Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Tesla-Chef Pentagon überprüft Musks Sicherheitsfreigabe wegen Marihuana-Konsums

Tech-Milliardär Elon Musk muss scheinbar um eine wichtige Sicherheitsfreigabe des Pentagons zittern, weil er vor laufender Kamera an einem Joint zog.
1 Kommentar
Der Tesla-Chef rauchte während eines Podcasts Gras. Quelle: Screenshot Youtube
Elon Musk

Der Tesla-Chef rauchte während eines Podcasts Gras.

New YorkElon Musk könnte sein offener Umgang mit Marihuana zum Verhängnis werden, zumindest was die Sicherheitsfreigabe des Pentagons angeht. Das US-Justizministerium prüfe, ob dem Unternehmer der „Secret-Level“-Status wegen illegalen Drogengebrauchs aberkannt werde, berichtete die Agentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf einen Regierungsvertreter.

Der Milliardär hatte vergangenes Jahr während eines im Internet live übertragenen Interviews mit dem Moderator Joe Rogan Marihuana geraucht. Gegen Ende des zweieinhalbstündigen Podcasts hatte der Moderator Musk einen Joint angeboten. „Ist das ein Joint oder eine Zigarre?“, fragte Musk. „Tabak mit Marihuana“, antwortete Rogan und fragte, ob Musk jemals gekifft habe. „Ja, ich denke, ich habe es einmal ausprobiert“, antwortete der Tesla-Chef zögerlich. „Wegen der Aktionäre kannst du wahrscheinlich keinen Joint rauchen?“, hakte Rogan nach. „Es ist hier ja legal, richtig?“, versicherte sich Musk, bevor er schließlich zum Joint griff. In Kalifornien, wo das Interview stattfand, ist Marihuana erlaubt.

Die Sicherheitsfreigabe ist für Musk im Zusammenhang mit SpaceX wichtig, seiner Raketenfirma, die Geschäfte mit der US-Regierung macht und etwa für das Militär Satelliten ins All bringt. Das Unternehmen hat seit dem Marihuana-Vorfall von Musk SpaceX-Aufträge der Regierung erhalten, darunter einen für drei Starts am 19. Februar für 297 Millionen US-Dollar.

Für das Unternehmen habe die Überprüfung jedoch keine Auswirkungen, da das Tagesgeschäft nicht von Musk geführt werde, sagte ein SpaceX-Vertreter gegenüber Bloomberg. Die täglichen Operationen von SpaceX werden von Gwynne Shotwell geleitet.

„Das Verteidigungsministerium verfolgt seinen normalen Prozess, wenn es auf Informationen aufmerksam gemacht wird, die sich auf die Sicherheitsfreigabe einer Person auswirken können“, sagte der Verteidigungsdienst Bloomberg in einer Email. Tesla-Aktien drehten nach dem Bericht ins Minus.

Musks Nachfrage, ob er sich denn in Kalifornien befinde, zeigt zudem die rechtlichen Diskrepanzen zwischen der föderalen und der staatlichen Politik in den USA, was den Marihuana-Gebrauch betrifft: Während etwa drei Dutzend Staaten Schritte unternommen haben, um den Gebrauch zu entkriminalisieren, bleibt die Verwendung in vielen Bundesstaaten ein Verbrechen. Und obwohl Marihuana in vielen Staaten, darunter Kalifornien, legal ist, ist es für Beschäftigte im Bundesdienst oder für Auftragnehmer mit Sicherheitsüberprüfungen weiterhin gesetzlich verboten.

Unabhängig davon zog Musks Marihuana-Konsum Kritik von Analysten und Investoren ein, die für sein Elektroauto-Unternehmen Tesla wichtig sind. Einige Kritiker deuteten es als Zeichen dafür, dass sich der CEO in einer besonders turbulenten Zeit nicht ausreichend auf Management- und Produktionsprobleme konzentriert hatte.

Manche spekulieren zudem, dass Musk gekifft habe, bevor er seinen folgenschweren Tweet Anfang August absetzte, in dem er bekanntgab, darüber nachzudenken, Tesla für 420 Dollar pro Anteilsschein von der Börse zu nehmen. Im Gespräch mit der „New York Times“ bestritt Musk aber, unmittelbar vor dem Tweet Gras geraucht zu haben.

Mit Material von Bloomberg

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Tesla-Chef - Pentagon überprüft Musks Sicherheitsfreigabe wegen Marihuana-Konsums

1 Kommentar zu "Tesla-Chef: Pentagon überprüft Musks Sicherheitsfreigabe wegen Marihuana-Konsums"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Interessant dass Bloomberg jetzt schon ein Verteidigungsdienst ist.
    The times they are a'changing...