Tesla Elon Musk enttäuscht seine Anleger

Weniger Umsatz als erwartet: Tesla macht den Aktionären keine Freude. Der Elektroautobauer steckt Millionen in Forschung, Entwicklung und Expansion. Profitabel werde die Marke laut Tesla-Chef Musk erst in einigen Jahren.
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Tesla-Chef Elon Musk: Im Schlussquartal erhöhte sich der Verlust des Elektroauto-Pioniers im Jahresvergleich von 16 auf 108 Millionen Dollar. Quelle: AFP

Tesla-Chef Elon Musk: Im Schlussquartal erhöhte sich der Verlust des Elektroauto-Pioniers im Jahresvergleich von 16 auf 108 Millionen Dollar.

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Palo AltoTesla hat die Börse mit schwächeren Geschäftszahlen als erwartet enttäuscht. Der Umsatz stieg im vierten Quartal zwar im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von 615 auf 957 Millionen Dollar (847 Mio Euro), wie der Branchenpionier am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Analysten hatten jedoch mit deutlich mehr gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich um fast vier Prozent.

Wegen hoher Entwicklungs- und Expansionskosten büßt Tesla zudem laufend Geld ein. Im Schlussquartal erhöhte sich der Verlust im Jahresvergleich von 16 auf 108 Millionen Dollar. Tesla-Chef Elon Musk rechnet damit, dass seine Firma frühestens 2020 profitabel wird. 2015 will Tesla 55 000 Fahrzeuge des aktuellen Model S und des neuen SUV Model X ausliefern, das in sechs Monaten kommen soll.

Ein Blick in Teslas Model S
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Sieht so die Zukunft aus? Das Tesla Model S setzt neue Maßstäbe in Sachen Beschleunigung und Reichweite von batteriebetriebenen Elektroautos. Und die Limousine macht in der getesteten Performance-Variante (Grundpreis: 91.200 Euro, Standard mit geringerer Leistung und Reichweite ab 68.000 Euro) auch richtig Spaß. Handelsblatt Online ist intensiv Probe gefahren...

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Dezent und modern – die LED-Scheinwerfer und die schwarz abgesetzte Front fügen sich sehr gut ein in das zurückhaltend elegante Erscheinungsbild, das absolut in die europäische Oberklasse passt. Mit einer Breite von 2,19 Metern ist der Tesla allerdings breiter als jede S-Klasse.

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Besonders das Tesla-Logo ist bisher meist nur Autointeressierten bekannt. Benannt ist die Marke nach dem US-Physiker Nikola Tesla. Dieser hatte einst das Gleichstromsystem von Thomas Edison durch ein effektiveres Wechselstromsystem ersetzt.

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Die Kofferraumklappe fällt relativ groß aus. Mit einer Länge von 4,97 Metern und einem Radstand von 2,96 Metern liegt der Tesla souverän auf der Straße.

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Schon die Türen im Tesla sind einzigartig. Die Türgriffe versinken während der Fahrt und im Parkmodus in der Tür - und sorgen so für einen besonders niedrigen Luftwiderstand. Nähert man sich dem Auto, fahren sie automatisch wieder aus. Allerdings haben sie keine Sensoren und können beim automatischen Einfahren auch die Finger einklemmen - das sind halt Kinderkrankheiten der ersten Model S-Generation.

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Standardmäßig fährt das Model S auf 19-Zoll-Felgen mit Goodyear-Bereifung. Gegen 4.600 Euro Aufpreis sind wie beim Testwagen auch 21-Zoll-Felgen in Silber und grau erhältlich, die mit zwei Zentimeter breiteren Michelin-Sportreifen bezogen werden.

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Anders als in den USA verfügen die europäischen Teslas über einen Typ 2 Anschluss, der mit den meisten öffentlichen Ladestationen kompatibel ist. Darüber hinaus kann der Tesla an jeder haushaltsüblichen Steckdose geladen werden - allerdings deutlich langsamer.

Mit 11.627 Model S produzierte Tesla im letzten Vierteljahr 2014 mehr Fahrzeuge als erwartet und konnte das Jahresziel von 35 000 so doch noch erreichen. Allerdings gab das Unternehmen auch die Zahl der tatsächlich ausgelieferten Wagen an und die lag mit 9834 Fahrzeugen im vierten Quartal überraschend niedrig. Das Management machte das Winterwetter und Lieferprobleme verantwortlich.

Tesla stellt bislang ausschließlich Luxus-Elektroautos für reiche Kunden her. Die Firma will erst 2017 mit dem Model 3, das etwa 35 000 Dollar kosten dürfte, den Massenmarkt entern. Voraussetzung dafür, dass damit eines Tages auch Geld verdient wird, ist der Aufbau einer riesigen Fabrik für Batterien, mit denen die Fahrzeuge betrieben werden. Die „Gigafactory“ entsteht in Nevada.

  • dpa
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