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Tesla Elon Musk legt interne Verkaufszahlen offen

Tesla-Chef Musk hat sich zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen. Er legte wöchentliche Absatzzahlen zum Model 3 offen, um Gerüchten über Abbestellungen vorzubeugen.
22.07.2018 - 02:47 Uhr Kommentieren
Der Tesla-Chef hat sich auf Twitter ein paar Ausfälle geleistet. Quelle: AFP
Elon Musk

Der Tesla-Chef hat sich auf Twitter ein paar Ausfälle geleistet.

(Foto: AFP)

New York Wer den US-Elektroautokonzern Tesla und die Aktionen des CEOs Elon Musk in den letzten Monaten aufmerksam verfolgt hat, könnte annehmen, dass die Firma turbulente Zeiten durchlebt und die Nerven bei Musk blank liegen.

Musk hat sich des Öfteren mit Leuten und Journalisten auf Twitter angelegt. Letzte Woche bezeichnete er einen an der thailändischen Höhlenrettungsmission beteiligten Taucher als „Pädophilen“ auf Twitter. Vernon Unsworth, ein britischer Höhlentaucher, hatte zuvor Musks kleines U-Boot, welches er zur Rettung schicken wollte, als „PR-Aktion“ bezeichnet. Der Tesla-Chef entschuldigte sich kurze Zeit später.

Jetzt packte der 47-jährige Musk wieder derbe Sprache aus. Am vergangenen Donnerstag dementierte Musk auf Twitter einen Bericht, dass die Stornierungen für das Model 3 die Bestellungen übertreffen. „Keine Ahnung, woher der BS kommt.“ BS ist eine Abkürzung im Englischen für ein Schimpfwort.

Dann fügte Musk hinzu: Der Autohersteller hätte in der Vorwoche 5000 neue Bestellungen für das Model 3 sowie 2000 Bestellungen für die älteren Modelle S und X erhalten. Die Zahlen sind „Netto“, also abzüglich der Abbestellungen.

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    Der Zorn von Musk entstand durch einen Analystenbericht. Aufgrund des Berichts hatte die New Yorker Investmentbank Needham & Co. die Tesla-Aktien von Halten auf Verkaufen herabgestuft. „Basierend auf unseren Analysen sind die Rückerstattungen schneller als die Anzahlungen, da die Stornierungen zunehmen“, sagte Analyst Rajvindra Gill in einer Mitteilung von CNBC.

    „Die Gründe sind vielfältig: verlängerte Wartezeiten, das Auslaufen der $7500-Steuerförderung für ein Elektrofahrzeug und dass das $35.000-Basismodell noch nicht verfügbar ist.“

    Viele der Kunden würden ungeduldig werden: „Die Wartezeiten für das Model 3 betragen derzeit vier bis zwölf Monate, und da das Basismodell erst Mitte 2019 verfügbar ist, müssen sie sich bis 2020 gedulden,“ fügte Gill kritisch hinzu.

    Musks Twitter-Streitereien führten nun dazu, dass der renommierte Marktbeobachter Gene Munster einen offenen Brief an Musk verfasste. Obwohl weder Munster noch seine Investmentfirma Loup Venture Tesla-Aktien besitzen, schrieb er im Namen aller Aktionäre an den Tesla-Chef gerichtet: „In den letzten sechs Monaten gab es zu viele Beispiele für ein Verhalten, das das Vertrauen der Anleger erschüttert. Ihr Verhalten fördert eine wenig hilfreiche Wahrnehmung Ihrer Führungsqualitäten – empfindlich und aufbrausend.“

    Er legte mit einem Vorschlag für Musk nach: „Sie sollten eine Twitter-Auszeit in Betracht ziehen.“ Damit stößt Munster bei Musk auf taube Ohren. Auf Twitter schlug ihm der New Yorker Schriftsteller Tao Lin vor, am besten sein Handy wegzulegen oder gleich zu zerschlagen. „Ich wünschte, ich könnte das tun“, antwortete Musk – um danach weiter zu tweeten.

    Der amerikanische Automobilhersteller setzt sich zudem ehrgeizige neue Produktionsziele für das Model 3. Derzeit werden wöchentlich 5000 Fahrzeuge produziert. Tesla will nun innerhalb des nächsten Monats 6000 pro Woche zu erreichen und strebt längerfristig das ursprüngliche Ziel von rund 8000 pro Woche an.

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