Tesla-Files: Nach Handelsblatt-Enthüllungen: Tesla bessert bei Datenschutz nach
Der Tesla-Chef muss sich mit mehreren Datenschutzbehörden auseinandersetzen.
Foto: ReutersDüsseldorf. Der US-Elektroautobauer Tesla will künftig seine Daten besser schützen. Das geht aus einer internen Mitteilung hervor, die das Unternehmen an seine Mitarbeitenden verschickt hat. Tesla werde demnach unter anderem auf Wunsch seiner Rechtsabteilung die Zugriffsrechte in internen Systemen stärker kontrollieren. Das Schreiben liegt dem Handelsblatt vor.
Grund für die Intervention sind die Tesla-Files. Informanten haben dem Handelsblatt mehr als 100 Gigabyte Daten zugespielt, die aus dem Innersten des Konzerns stammen. Nach Darstellung der Informanten waren selbst personenbezogene Daten von Kunden und Beschäftigten für viele Tesla-Mitarbeiter quasi frei abrufbar – darunter Gehälter, Privatadressen und Sozialversicherungsnummern.
Nun hat das Unternehmen erstmals indirekt Verbesserungsbedarf beim Thema Datenschutz eingeräumt. Konkret geht es um das Projektmanagementsystem Jira des australischen Softwareanbieters Atlassian. Bislang habe „jeder Nutzer mit einer gültigen Tesla-Mailadresse“ automatisch Zugriff zu dem IT-System bekommen, heißt es in der Mitteilung. Das werten die Tesla-Juristen rückblickend offenbar als Fehler: „Auf Wunsch unserer Rechtsabteilung wird die automatische Registrierung deaktiviert.“