Tesla-Konkurrent Q6 E-tron Audi baut E-Geländewagen in Brüssel

Audi will seinen elektrischen Geländewagen Q6 E-tron in Brüssel bauen. Das hat der Vorstand der VW-Tochter am Mittwoch beschlossen. Das Auto soll ab 2018 dem Tesla-Modell „X“ Konkurrenz machen.
Update: 20.01.2016 - 12:28 Uhr
Audi will das rein elektrisch betriebene SUV, das als Tesla-Herausforderer gilt, ab 2018 in Brüssel bauen. Quelle: PR
Concept Car Audi Q6 e-tron quattro

Audi will das rein elektrisch betriebene SUV, das als Tesla-Herausforderer gilt, ab 2018 in Brüssel bauen.

(Foto: PR)

FrankfurtDer Audi-Konzern will in Brüssel seinen elektrischen Geländewagen Q6 E-tron bauen. Das verkündete die VW-Tochter am Mittwoch. Zuvor hatte das Handelsblatt darüber berichtet. Das Auto mit einer elektrischen Reichweite von bis zu 500 Kilometern soll 2018 auf den Markt kommen und vor allem gegen das Tesla-Modell „X“ positioniert werden.

Der zurzeit in Brüssel gebaute A1 soll künftig bei Seat in Spanien gefertigt werden, der Q3 von Spanien in das Audi-Werk in Ungarn verlagert werden. Audi lässt sich diese Rochade einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Die Investitionen in Brüssel werden von der belgischen Regierung mit einem zweistelligen Millionenbetrag subventioniert.

Audi hat eine Studie des elektrischen Geländewagens bereits auf der IAA in Frankfurt präsentiert. Der Konzern fürchtet wie die Mutter Volkswagen hohe Belastungen in Folge der Dieselaffäre. Dennoch gab der Audi-Vorstand die Investitionen in das Auto jetzt frei.

Ein Elektro-SUV, das sogar Biowaffen standhält
Elon Musk vor dem Model X
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Lang mussten Tesla-Fans auf diesen Moment warten. Immerhin um drei Jahre wurde die Präsentation des SUVs Tesla Model X verschoben. Der Stotterstart, den der Elektroautopionier Tesla mit seinem SUV „Model X“ hingelegt hat, wäre wohl den meisten Unternehmen als Unzuverlässigkeit ausgelegt worden, die heftige Kundenproteste ausgelöst hätte.

Tesla Model X
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Bei Telsa ist das anders. US-Medien feiern den elektrischen Stadt-Geländewagen mit den Flügeltüren bereits als „wichtigstes Auto des Jahres“ und die Käufer akzeptieren die jahrelangen Lieferverzögerungen ohne Murren.

Treue Fangemeinde
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Die Firma aus Palo Alto im Silicon Valley, dem kalifornischen Tech-Mekka, hat eine eingefleischte Fangemeinde. Die Verspätungen des schillernden Firmenchefs Elon Musk werden hingenommen wie die künstlerische Freiheit eines Rockstars.

Die Präsentation wird zu Party
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Tesla inszeniert seine Produktpremieren ähnlich wie Apple seine iPhone-Vorstellungen, nur nachts und mit mehr Party-Atmosphäre. Stylische Eleganz im Scheinwerferlicht, das ist auch Dienstagnacht bei der Präsentation des „Model X“ in Teslas Fabrik in Fremont, Kalifornien, angesagt. Knapp eine Stunde, nachdem es losgehen sollte, erscheint Musk auf der Bühne und startet die Show.

Zahlreiche Features
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Der neue SUV bietet allerhand technische Raffinessen und Schnickschnack – zum Teil recht skurrile. So können paranoide Kunden ihren Tesla Model X sogar mit einem Luftfilter-Power-Button ausstatten, der Biowaffen-Angriffe abwehren kann. Hinzubestellt kann auch die Funktion des Turbostarts, durch den der SUV in 3,2 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde rennt. Die Reichweite einer Batterieladung soll bei etwa 250 Meilen liegen.

Bislang nur für die reiche Kundschaft
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Die Features und der Preis von bis zu 142.000 Dollar bestätigen, dass Tesla wie mit dem bisher einzigen Fahrzeug „Model S“ nach wie vor im Luxusbereich angesiedelt ist. Dabei soll der SUV als familientaugliches Fahrzeug mit drei Sitzreihen durchaus den Anfang der Brücke zum Massenmarkt darstellen.

Erschwinglicher Stromer erst 2018
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Die Ottonormal-Familie, wie Musk sie hier bei der Präsentation vorstellt, dürfte sich das Model X eher nicht leisten können. Diese müssen voraussichtlich bis 2018 warten. Dann will Tesla mit dem „Model 3“ einen erschwinglichen Stromer für die breite Bevölkerung rausbringen. Bedenkt man die Verspätung beim Model X ist dieses Datum aber mit Vorsicht zu genießen.

Die Batterien für das Auto sollen die beiden koreanischen Elektrokonzerne Samsung und LG Chem liefern. LG Chem baut zu diesem Zweck derzeit eine große Fabrik bei Breslau und investiert 300 Millionen Euro in das Projekt. Betriebsräte von Audi, BMW und Daimler haben wiederholt gefordert, dass die deutsche Industrie die Entwicklung und Fertigung von Batteriezellen selbst in die Hand nehmen soll.

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