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Tesla verhandelt mit dem Bund Baut Elon Musk bald in Deutschland Batterien?

Stellt der US-Elektropionier Tesla bald in Deutschland Batterien für E-Autos her? Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel berichtet von Gesprächen mit Konzernchef Elon Musk. Auch für deutsche Autobauer ist das Thema heiß.
Der Tesla-Chef verhandelt offenbar über eine Batteriefabrik in Deutschland. Quelle: Reuters
Elon Musk

Der Tesla-Chef verhandelt offenbar über eine Batteriefabrik in Deutschland.

(Foto: Reuters)

Gaggenau Der US-Elektroautopionier Tesla verhandelt mit der Bundesregierung über den Bau einer Batteriefabrik in Deutschland. Das erklärte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel am Dienstag bei einer Diskussionsveranstaltung im Mercedes-Benz Werk im badischen Gaggenau. „Wir sprechen darüber“, sagte Gabriel laut der Nachrichtenagentur Bloomberg. Tesla-Chef Elon Musk sei an ihn herangetreten; möglicherweise wolle Tesla staatliche Subventionen. Details zu der Fabrik oder einen Zeitplan nannte der Minister nicht.

Gabriel warb bei der Veranstaltung für eine stärkere Kooperation in der Automobilindustrie für eine Produktion der nächsten Generation von Batterien für Elektroautos. Es wäre klug, sich hier „möglicherweise über den Standort Deutschland hinweg“ in Europa zusammenzuschließen, etwa mit Partnern in Frankreich oder Italien, sagte Gabriel. Nur so sei es möglich, „in Europa die nächste Technologiegeneration zu beherrschen“.

Nötig sei die Bereitschaft der Automobilindustrie, „in eine Gemeinschaftsaktion einzusteigen“ und nicht nur eigene Vorteile zu suchen, betonte Gabriel. Es gehe darum, nicht nur die Batterie-Technologie zu beherrschen, „sondern auch die Produktion in Deutschland möglich zu machen“.

Auch die Betriebsratschefs von Daimler und Volkswagen haben sich erneut für eine gemeinsame Zellfertigung der deutschen Autohersteller ausgesprochen. „Wir müssen uns in Zukunft überlegen, wenn wir eine Rolle spielen wollen, wie gehen wir mit dem Thema um“, sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh bei der Podiumsdiskussion. Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht forderte: „Da müssen wir in Deutschland mehr Industriepolitik machen.“

Das Thema Nokia Here mache deutlich, dass die Autoindustrie in Deutschland bei bestimmten Themen zusammenstehen müsse. Daimler, Audi und BMW hatten gemeinsam den Nokia-Kartendienstes Here gekauft.

VW-Markenchef Herbert Diess hatte sich für eine gemeinsame Zellfertigung für E-Autos in Deutschland stark gemacht. Aus Daimlers Vorstandsetage kam allerdings prompt die Absage: „Im Moment ist das Thema Zellfertigung für uns unattraktiv“, sagte Daimlers Personalvorstand Wilfried Porth in Rastatt. Die Schwaben stellen in diesem Jahr ihre Zellfertigung im sächsischen Kamenz ein. „Das Thema Kooperationen lässt sich am besten über unsere Zulieferer steuern.“

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