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Teure Beziehungsprobleme Porsche leidet unter der verzögerten Ehe mit VW

Die aufgeschobene Fusion zwischen Porsche und VW belastet vor allem den Sportwagenhersteller. Denn wegen der auf Eis gelegten Verschmelzung müssen beide Konzerne bei der internen Belieferung wie Konkurrenten agieren.
06.10.2011 - 09:29 Uhr
Matthias Müller: Der Porsche-Chef will sich von den Problemen nicht irritieren lassen. Quelle: dpa

Matthias Müller: Der Porsche-Chef will sich von den Problemen nicht irritieren lassen.

(Foto: dpa)

Stuttgart Die Probleme waren schon bei Porsches wichtigster Premiere des Jahres erkennbar. Dabei hatte Vorstandschef Matthias Müller den Auftritt mit der Neuauflage des legendären Modells 911 zum Start der Automesse IAA minutiös geübt.

Live auf der Bühne der Frankfurter Ballsporthalle startete der neue 911 jedoch erst nach mehreren Versuchen. Müller zeigte sich souverän, beichtete mit Schweißperlen auf der Stirn den Besuchern des VW-Konzernabends das Missgeschick. Der Grund für die Panne: Anstelle eines blauen 911 mit Doppelkupplungsgetriebe wie in der Probe kam ein silberner Wagen zum Einsatz, weil dieser besser zu den in der Bühnenshow eingesetzten Nebelwerfern passte. Doch der Wagen hatte eine Handschaltung - Müller merkte zu spät, dass er die Kupplung treten musste.

Rund lief es zuletzt für Porsche auch an anderer Stelle nicht. Schon vor der IAA Mitte September sagte Großaktionär Volkswagen die für dieses Jahr vorgesehene Verschmelzung mit Porsches Finanzholding (PSE) ab - die finanziellen Folgen von Anlegerklagen gegen die PSE hierzulande und in den USA sind aus Sicht von VW nicht absehbar.

Ein Zeitverzug mit Folgen: Wegen der auf Eis gelegten Verschmelzung müssen beide Unternehmen in der internen Verrechnung wie Konkurrenten agieren - und das hat finanzielle Konsequenzen. "VW müssen wir wie ein drittes, fremdes Unternehmen behandeln - und VW uns", sagte Porsche-Chef Müller dem Handelsblatt.

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    "Entsprechend bekommt der Konzern von uns Rechnungen mit einem Gewinnaufschlag präsentiert - und wir von VW", so Müller. Wer draußen Geschäfte mache, müsse schließlich Rendite erzielen. Dabei ist nicht von Kleingeld die Rede: "Ich möchte Ihnen nicht sagen, um wie viel Geld es da genau geht, aber Sie können sicher sein, dass es nennenswerte Beträge sind", betont der Porsche-Chef.

    In der Zusammenarbeit mit Volkswagen hat Porsche dadurch vorerst finanziell das Nachsehen: Die höheren Kosten dürften absehbar erst einmal zulasten des Sportwagenbauers gehen. Die Stuttgarter beziehen von VW Dieselmotoren für die Modelle Cayenne und Panamera sowie Komponenten für den geplanten kompakten Geländewagen Cajun, der auf dem Modell Q5 von Audi basiert.

    Zusammenarbeit soll intensiviert werden
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