Teva Ratiopharm-Mutter leidet unter Konkurrenz für Kassenschlager

Negative Wechselkurseffekte und starke Konkurrenz nagen am Umsatz des israelischen Generika-Herstellers Teva. Dennoch übertrifft die Ratiopharm-Mutter ihre Jahresziele – und geht auf Einkaufstour.
Einst ein Kassenschlager, jetzt gern kopiert: Das Generikum-Medikament Copaxone wird immer häufiger auch von der Konkurrenz angeboten. Der Umsatz mit dem Multiple-Sklerose-Mittel brach um 14 Prozent ein. Quelle: dpa
Problemkind Copaxone

Einst ein Kassenschlager, jetzt gern kopiert: Das Generikum-Medikament Copaxone wird immer häufiger auch von der Konkurrenz angeboten. Der Umsatz mit dem Multiple-Sklerose-Mittel brach um 14 Prozent ein.

(Foto: dpa)

FrankfurtStarke Konkurrenz bei ihrem wichtigsten Medikament setzt der Ratiopharm-Mutter Teva zu. Der Nettogewinn schrumpfte im abgelaufenen Quartal um ein Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar, wie der weltgrößte Generikahersteller am Donnerstag mitteilte.

er Umsatz fiel um sechs Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Dazu trugen auch negative Währungseffekte bei. Ohne diese wären die Erlöse um ein Prozent gesunken. Im Gesamtjahr konnte Teva mit einem Umsatz von 19,6 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 5,46 Dollar seine Jahresziele dennoch übertreffen.

Teva leidet unter zunehmender Generika-Konkurrenz für seinen Kassenschlager Copaxone. Der Umsatz mit dem Multiple-Sklerose-Mittel brach im Schlussquartal um 14 Prozent ein. Der Konzern ist deshalb seit einiger Zeit bei der Suche nach neuen Wachstumstreibern auf Einkaufstour.

Im vergangenen Jahr hatten die Israelis die 40,5 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Generika-Geschäfts des Botox-Herstellers Allergan angekündigt. Diesen will wiederum der US-Pharmariese Pfizer für 160 Milliarden Dollar schlucken.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

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