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Thrombose-Medikament Bayer will Xarelto-Einsatzgebiet vergrößern

Xarelto ist das wichtigste neue Medikament von Bayer. Nun weitet der Leverkusener Traditionskonzerns sein Entwicklungsprogramm für das Thrombose-Medikament aus. Das könnte auch die Umsatzziele für Xarelto anheben.
29.08.2014 - 17:39 Uhr Kommentieren
Bayer-Chef Marijn Dekkers traut Xarelto in der Spitze Jahreserlöse von rund 3,5 Milliarden Euro zu. Quelle: dpa

Bayer-Chef Marijn Dekkers traut Xarelto in der Spitze Jahreserlöse von rund 3,5 Milliarden Euro zu.

(Foto: dpa)

Frankfurt Bayer will die Einsatzgebiete seines lukrativen Thrombose-Medikaments Xarelto deutlich vergrößern. Der Pharma- und Chemiekonzern und sein Entwicklungspartner Johnson & Johnson legten drei weitere klinische Studienprogramme zu der Tablette gegen gefährliche Blutgerinnsel auf, wie Bayer am Freitag mitteilte. Xarelto mit dem Wirkstoff Rivaroxaban ist mit Jahreserlösen von zuletzt 949 Millionen Euro das wichtigste neue Medikament des Leverkusener Traditionskonzerns. Bayer-Chef Marijn Dekkers traut dem Präparat in der Spitze Jahreserlöse von rund 3,5 Milliarden Euro zu.

„Wir haben bereits für fünf Indikationen in sieben Einsatzbereichen Zulassungen“, sagte Frank Misselwitz, der bei Bayer die globale Entwicklung von Herzkreislauf-Medikamenten leitet, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Es gebe aber immer noch Bereiche mit ungedecktem medizinischen Bedarf.

In einer neuen Studie der Phase III (Navigate Esus) mit etwa 7000 Patienten soll nun untersucht werden, ob Xarelto auch Patienten, die aus unklarer Ursache einen Schlaganfall erlitten, vor einem erneuten Anfall schützen kann. „Wir haben im Grunde genommen genauso viele Schlaganfälle, die durch Herzrhythmus-Störungen entstehen können wie durch unbekannte Ursachen“, so Misselwitz. Zum Schutz vor Schlaganfällen bei Herzrhythmus-Störungen ist Xarelto bereits zugelassen. Es ist das bislang größte Einsatzgebiet für das Medikament.

Eine weitere Phase-III-Studie (Voyager Pad) soll den Einsatz bei mehr als 5000 Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) untersuchen. Betroffene leiden unter einer fortschreitenden Verengung ihrer Gefäße – Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte sind mögliche Folgen. Geprüft werden soll, ob Xarelto Patienten schützt, die sich einem Eingriff an den Arterien unterziehen.

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    Außerdem soll zunächst in einer Phase-II-Studie (Gemini ACS 1) mit 2000 bis 3000 Patienten getestet werden, inwieweit das Mittel auch Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom – einer gefährlichen Herzerkrankung – helfen kann. Eingesetzt wird Xarelto dabei in Kombination mit einem einzelnen Plättchenaggregationshemmer, wozu etwa Aspirin oder Plavix zählen. Bayer ist zuversichtlich, dass das Medikament sich bei der Studie bewährt. Bereits jetzt sei eine Phase-III-Studie geplant, sollte Xarelto in der Phase II erfolgreich sein, sagte Misselwitz.

    Jede neue Arznei muss drei klinische Testreihen bestehen, bevor es in einem Therapiefeld von den Behörden zugelassen wird. „Wir werden damit insgesamt, wenn diese Programme abgeschlossen sein werden, dann kumuliert in der gesamten klinischen Entwicklung von Rivaroxaban 275.000 Patienten untersucht haben“, sagte Misselwitz.

    Ob mit der geplanten Ausweitung des Einsatzes auch eine Erhöhung der Umsatzziele für Xarelto einhergeht, ließ Misselwitz offen. „So weit sind wir jetzt noch nicht. Wir belassen es gegenwärtig bei der Prognose von 3,5 Milliarden Euro“, sagte der Manager. „Das sind aber große Erkrankungen.“ Die Analysten der Deutschen Bank hatten Xarelto in einer Studie im Mai sogar Jahresumsätze von umgerechnet über sieben Milliarden Euro nach 2020 zugetraut.

    • rtr
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