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Thyssen-Krupp Hedgefonds Elliott beteuert – Haben bei Thyssen-Krupp nie auf Zerschlagung gedrungen

Der Hedgefonds kritisiert auch die Äußerung des scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Lehner. Dieser hatte den „Psychoterror“ aktivistischer Aktionäre angeprangert.
18.07.2018 - 17:02 Uhr Kommentieren
In einem Brief an den Aufsrichtsrat von Thyssenkrupp fordert Paul Singer Aufklärung. Quelle: AP
Gründer und CEO des Hedgefonds Elliott

In einem Brief an den Aufsrichtsrat von Thyssenkrupp fordert Paul Singer Aufklärung.

(Foto: AP)

Essen, New York Der Hedgefonds Elliott hat eigenen Angaben zufolge „nie“ die Zerschlagung des Industriekonzerns Thyssen-Krupp gefordert. Das geht aus einem Brief des vom US-Milliardär Paul Singer kontrollierten Fonds an den Aufsichtsrat des Dax-Konzerns hervor, in den die Nachrichtenagentur Bloomberg Einsicht hatte. Zugleich forderte der Fonds, sich von Aussagen des scheidenden Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Lehner zu distanzieren, der in einem Interview von „Psychoterror“ aktivistischer Aktionäre gesprochen hatte.

Eine Thyssen-Krupp-Sprecherin wollte den Bericht am Mittwoch in Essen nicht kommentieren.

Zugleich erklärte Elliott demnach, die Interimsphase mit Finanzvorstand Guido Kerkhoff an der Spitze von Thyssen-Krupp solle nur kurz dauern, Aktionäre erwarteten die Suche nach einem externen Vorstandsvorsitzenden. Die Vereinbarung mit Tata Steel über die Fusion der europäischen Stahlgeschäfte bemängelte der Hedgefonds erneut. Die Konditionen seien „sehr enttäuschend“.

Elliott hatte im Mai das Engagement bei dem Konzern aus Essen bekannt gemacht. Nach den Rücktritten des Konzernchefs Heinrich Hiesinger sowie des Aufsichtsratschefs Lehner innerhalb weniger Tage mehren sich die Spekulationen über eine Zerschlagung. Der Finanzinvestor Cevian, mit rund 18 Prozent zweitgrößter Aktionär bei Thyssen-Krupp, dringt auf einen massiven Umbau des Konzerns.

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    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) forderte die Betroffenen auf, Verantwortung zu übernehmen. „Wir haben es im Blick, aber im Unternehmen selbst müssen die Weichen richtig gestellt werden“, so Heil am Mittwoch im Interview mit n-tv. Aus industriepolitischen Gesichtspunkten sei Thyssen-Krupp ein sehr wichtiges Unternehmen in Deutschland, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Berlin. Grundsätzlich kommentiere man unternehmerische Entscheidungen und Vorgänge nicht.

    • dpa
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