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Thyssen-Krupp im Liveblog „Wir glauben an eine Zukunft des Stahls“

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Hiesinger verteidigt sich gegen Cevian-Kritik

Zu komplex und ineffizient – so kontert Hiesinger Großinvestor Cevian

+++ Hiesinger verteidigt seinen Kurs gegen Investorenkritik+++
Jetzt spricht der Vorstandschef von Thyssen-Krupp. „Operativ sind wir zurück in der Spur“, sagt Heinrich Hiesinger. „Mit 1,9 Milliarden Euro haben wir das beste Ergebnis seit Beginn unseres Konzernumbaus. Wir haben Rekord-Aufträge und einen Rekord-Umsatz verbucht. Womit wir noch nicht zufrieden sind, das ist unser Cashflow.“ Seinen Kurs verteidigt Hiesinger gegenüber der Investorenkritik. „Was wir unter dem Konzerndach von Thyssen-Krupp aus eigener Kraft besser machen können, gehen wir selbst an. Da, wo wir eine bessere Zukunft für ein Geschäft außerhalb des Konzerns sehen, verfolgen wir diesen Weg konsequent. Das zeigt der Verkauf von CSA genauso wie das angestrebte Gemeinschaftsunternehmen mit Tata.“

+++ Autosparte entwickelt sich gut, Anlagenbau schwächelt +++
„Das Automobilgeschäft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr erfolgreich entwickelt“, sagt Hiesinger. „Die Ebit-Marge lag auf bereinigter Basis bei 5,0 Prozent. Erreichen wollen wir sechs bis acht Prozent. Einen Schub für die Rendite erwarten wir vor allem durch den Umsatz aus den neu gewonnenen, margenstarken Aufträge, für die wir gerade weltweit die Werke hochfahren.“ Im Hinblick auf die übrigen Sparten ergänzt er: „Unser Aufzugsgeschäft hatte erneut ein sehr gutes Jahr. Noch nicht ganz so weit sind wir in unserem Anlagenbau, dem einzigen Geschäftsbereich, der sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert hat.“

+++ Kleinaktionäre vertrauen Hiesinger +++
„Ich bin für die Abspaltung der Stahlsparte. Deutschland ist einfach zu teuer und unrentabel“, sagt ein Kleinaktionär. „Ich vertraue da Hiesinger. Er ist ein fähiger Mann. Er sieht, dass Stahl keine Zukunft allein in Deutschland hat.“ Eine weitere Aktionärin ergänzt: „Ich bin ganz klar gegen die Zerschlagung des Konzerns. Trotzdem möchte ich mir die Argumente von Cevian anhören. Aber letztendlich sollte dann die Geschäftsführung entscheiden, was für das Unternehmen richtig ist. Die haben da den Überblick.“

+++ Spannung unter den Kleinaktionären +++
Der Ruhrcongress in Bochum füllt sich langsam. Die Aktionäre sitzen in der großen Halle, warten auf den Auftritt von Heinrich Hiesinger und blättern im Geschäftsbericht. Sie warten ab, sind gespannt auf die Hauptversammlung und erwarten einen ereignisreichen Tag. „Ich hab‘ gehört, dass es heute turbulent zugehen soll und bin selbst gespannt auf die Nachfragen“, erzählt ein Kleinaktionär. Er selbst sitzt weiter hinten, schaut sich alles aus sicherer Entfernung an. „Ich stehe der Fusion mit Tata skeptisch gegenüber, einfach weil es nicht genügend Infos gibt.“ Deswegen ist er heute hier, um mehr zu erfahren. Trotzdem ist er sich sicher, dass der Zusammenschluss Arbeitsplätze kosten wird. „Für Aktionäre wird nichts besser. Langfristig wird der Stahl zu Tata übergehen, und wir bei Thyssen-Krupp bleiben auf dem Rest sitzen.“

+++ Hiesinger kontert Kritik von Cevian +++
Im Vorfeld der Hauptversammlung hat sich Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger im Handelsblatt gegen die anhaltende Kritik der Investmentgesellschaft Cevian gewehrt. „Wir führen das Unternehmen nicht eindimensional“, sagte Hiesinger. „Natürlich schaffen wir Wert für unsere Aktionäre. Dabei handeln wir immer auch gleichermaßen im Interesse unserer Kunden und Mitarbeiter. Das ist für uns verantwortungsvolles, unternehmerisches Handeln.“

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1 Kommentar zu "Thyssen-Krupp im Liveblog: „Wir glauben an eine Zukunft des Stahls“"

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  • THYSSEN-KRUPP IM LIVEBLOG
    „Wir glauben an eine Zukunft des Stahls“
    Auf der Hauptversammlung von Thyssen-Krupp ging es um die Stahlfusion – und die Zukunft des Konzerns. Vorstandschef Hiesinger hat seinen Kurs verteidigt, musste aber auch Kritik einstecken.

    .................

    Die Zukunft selbst beim AUTO BAUEN wird sich immer mehr auf KUNSTSTOFF hinaus laufen und weg vom Stahl, schon aus gewichtsgründen.

    Selbst Kupfer kann eingespart werden bei Elektrische teile des Autos durch längst bekannte billigere Modelle der Elektrizität.

    Fragt mal DAIMLER die haben es in der schublade seit den 90er und wurde nur nicht umgesetzt um deutsche arbeitsplätzen zu erhalten !!!

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