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Tianjin-Folgen für VW Tausende Beetle und Touareg zerstört

Nach den Explosionen in Tianjin haben die Aufräumarbeiten begonnen. VW muss bei seinem China-Umschlag über die Häfen von Schanghai und Guangzhou ausweichen. Tausende Autos der Typen Beetle und Touareg wurden zerstört.
Update: 17.08.2015 - 17:25 Uhr Kommentieren
VW hatte zuvor bekanntgegeben, dass bei der Explosion in Tianjin rund 2700 Importfahrzeuge der Typen Beetle und Touareg beschädigt oder zerstört worden waren. Quelle: ap
Verheerende Explosionen

VW hatte zuvor bekanntgegeben, dass bei der Explosion in Tianjin rund 2700 Importfahrzeuge der Typen Beetle und Touareg beschädigt oder zerstört worden waren.

(Foto: ap)

Wolfsburg Angesichts des völlig zerstörten Hafens in der nordchinesischen Metropole Tianjin weicht der Volkswagen-Konzern bei seinem China-Umschlag über die Häfen von Schanghai und Guangzhou aus. „Wir können das bisher problemlos auffangen“, sagte am Montag ein VW-Sprecher in Wolfsburg. Europas Branchenprimus hatte zuvor bekanntgegeben, dass bei der Explosion in Tianjin rund 2700 Importfahrzeuge der Typen Beetle und Touareg beschädigt oder zerstört worden waren. Die Versicherungsbranche hat noch keinen genauen Überblick über die Schäden des verheerenden Explosionsunglücks.

VW unterhält in Tianjin ein Getriebewerk, das aber rund 20 Kilometer vom Explosionsort entfernt ist. „Die Produktion dort läuft normal weiter“, sagte der Sprecher. Audi ist von der Explosion im Hafen nach eigenen Angaben nicht betroffen - BMW prüft noch. Tianjin ist ein wichtiger Umschlagplätze für Importfahrzeuge in China. Audi-Sprecherin Andrea Seltmann sagte am Montag, fünf Kilometer vom Unglücksort entfernt stünden Audis in einem Umschlag-Lager. Nach jetzigem Erkenntnisstand seien sie nicht beschädigt worden. BMW teilte mit, der Zustand der in einem Verteilzentrum stehenden BMW-Fahrzeuge sei noch unklar, weil die Gegend noch nicht zugänglich sei. Alle BMW-Angestellten seien in Sicherheit.

Europas größter Versicherer Allianz ist zwar von der Katastrophe betroffen, stellt sich aber bisher nur auf eine begrenzte Zahl von Schadenmeldungen ein. Auch größere finanzielle Forderungen würden derzeit nicht erwartet, erklärte das Unternehmen in München. Für genaue Einschätzungen sei es aber noch zu früh.

Die Angst vor der Giftwolke
Angst vor giftigen Gasen
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Auch drei Tage nach den verheerenden Explosionen im Hafen der nordostchinesischen Millionenstadt Tianjin wütet das Feuer weiter. Aus Furcht vor giftigen Gasen ordneten die Behörden am Samstag die Räumung eines Gebiets in einem Umkreis von drei Kilometern an.

(Foto: ap)
Mindestens 85 Tote
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Staatsmedien und Augenzeugen berichteten von weiteren Explosionen. Die Zahl der Opfer stieg laut Behördenangaben auf 85, mehr als 720 Menschen wurden verletzt.

(Foto: AFP)
Gefährliche Löscharbeiten
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Unter den Opfern seien mindestens 21 Feuerwehrleute. Von mehreren fehle weiter jede Spur.

(Foto: AFP)
Pressekonferenz gestürmt
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Damit ist das Unglück für chinesische Feuerwehrleute das schlimmste in mehr als sechs Jahrzehnten. Wütende Familienangehörige von vermissten Feuerwehrleuten stürmten die Pressekonferenz der Regierung und forderten mehr Informationen.

(Foto: AFP)
Gebiet gesperrt
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Polizei und Militär wurden zu Kontrollpunkten geschickt, die zu dem Unglücksort führen. Sie hielten Einwohner, Journalisten und andere Menschen davon ab, die Unglücksstelle in einem Umkreis von drei Kilometern zu betreten.

(Foto: AFP)
Unbehagen über Regen-Vorhersage
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Medien berichteten, die Reinigung der Gegend von chemischen Stoffen werde vorbereitet. Über der Unglücksstelle flogen Hubschrauber. In der Luft lag ein metallischer chemischer Gestank, über die Regen-Vorhersage gab es Unbehagen, obwohl es warm und windig war.

(Foto: dpa)
Der Papst
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Papst Franziskus betete vor Tausenden auf dem Petersplatz in Rom für die Opfer und Angehörigen.

(Foto: ap)

Die Schweizer Finanz-Nachrichtenagentur AWP hatte berichtet, dass die Explosionen ersten Schätzungen zufolge einen Schaden in Milliardenhöhe verursacht haben dürften. Dabei berief sich die Agentur auf einen Analysten der Credit Suisse, der Medienberichten zufolge den gesamten versicherten Schaden auf 1 bis 1,5 Milliarden Dollar bezifferte.

Der Rückversicherer Swiss Re und die Zurich Insurance Group erklärten, für Schätzungen sei es noch zu früh. Ähnlich äußerte sich auch der deutsche Rückversicherer Munich Re. Bei den Explosionen in der vergangenen Woche waren mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen und giftige Chemikalien freigesetzt worden.

  • dpa
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