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Toyota Der heimliche Gewinner des VW-Dieselbetrugs

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Diesel als Auslaufmodell

Bei neuen Modellen wie dem Crossover C-HR liege der Anteil des Hybrids an den Verkäufen mittlerweile bei 75 Prozent, sagt Toyota-Deutschlandchef Fux. Über die gesamte Modellpalette gesehen ist nahezu jeder zweite Toyota ein Hybrid. Der Dieselanteil sei bei einigen Modellreihen mittlerweile sogar so niedrig, dass man die Motorenvariante gar nicht mehr anbiete. Bei der neusten Variante des Kompaktwagen Yaris wurde der Diesel beispielsweise gleich ganz gestrichen. Dem Verkauf hat das bisher nicht geschadet.

„Mit unseren Hybridmodellen haben wir eine doppelt so hohe Eroberungsquote wie bei konventionellen Antrieben“, sagt Fux. Die Eroberungsquote ist in der Autoindustrie der Messwert, der den Anteil der Kunden beschreibt, die vorher ein Auto einer anderen Marke gefahren haben. Der Hybrid ist derzeit Toyotas wohl überzeugendstes Argument.

„Toyota ist der einzige Hersteller, der derzeit Hybridtechnologie zu einem Preis anbieten kann, der sich für den Käufer rechnet“, sagt Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center of Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Damit hätten die Japaner erfolgreich eine Nische besetzt, in der sie ihre Marktanteile zusätzlich durch Rabatte ausbauen würden. Allerdings sei keinesfalls garantiert, dass diese Strategie langfristige Erfolge bringe. „Ab 2020 werden neue Elektromodelle den Hybrid herausfordern“, sagt Dudenhöffer.

Denn bei der Elektrifizierung des Antriebs gehen die Japaner nicht besonders radikal vor. Ein reines Elektrofahrzeug hat Toyota noch nicht im Angebot. Und selbst den Plug-in-Hybrid, dessen größere Batterie über ein Ladekabel geladen werden muss, behandelten die Japaner bislang eher stiefmütterlich – er kam nur beim Prius und bei einigen Lexus-Modellen zum Einsatz. An den Verkäufen hat der Plug-in-Hybrid nach wie vor nur einen marginalen Anteil.

An den ambitionierten Zielen von Toyota ändert das nichts. Nach 74.000 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2016 wollen die Japaner ihre Verkäufe in Deutschland dieses Jahr auf 80.000 Fahrzeuge steigern. Damit dürfte die gute Laune des japanischen Generalkonsuls auch bis zum kommenden Jahr anhalten.

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39 Kommentare zu "Toyota: Der heimliche Gewinner des VW-Dieselbetrugs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Joachim Sels10.05.2017, 14:52 Uhr

    Auf Grönland gedeihen schon seit Jahren Erdbeeren, also wärmeliebende Pflanzen.

    Und Palmen wachsen im Rheintal auch schon lange.

  • @Herr Hofmann Mark, 10.05.2017, 14:36 und 14:27 Uhr

    Jedenfalls bin ich, im Gegensatz zu Ihnen, im Niveau nicht so tief gesunken, dass ich hier fremde Leute duze.

    Sowas ist bei uns normalerweise nur in Schule und Kindergarten üblich.

  • @ Rainer von Horn 10.05.2017, 15:28 Uhr

    Da kann man richtig ins Schwärmen kommen, was? Wir hätten noch die Bonner Republik! Ein tätiges Bundesverfassungsgericht! West-Berlin eine Insel. Und Inka Bause wäre uns auch erspart geblieben.

  • @ Enrico Caruso10.05.2017, 15:14 Uhr
    "Schade eigentlich, dass es die DDR nicht mehr gibt,..."

    Hey, wir sind uns wieder einig. Ja, da habe ich auch oft gedacht. Denken Sie nur, welche Politgrößen und welche politische Neuausrichtung unserem ehemals freiheitlich-demokratischen Rechtstaat erspart geblieben wären.

  • Rainer von Horn - 10.05.2017, 15:12 Uhr

    Dann winke ich ihnen zu wenn ich in die nächste Stau an ihnen auf meine Fahrrad vorbeifahre ,,,

  • Schade eigentlich, dass es die DDR nicht mehr gibt, die hatten nämlich ein generelles Tempolimit (so weit ich weiß 100). Dann könnte man einem Herrn Sels antworten: Geh doch rüber auf die andere Seite der Mauer, wenn dir hier zuviel gerast wird!

  • @ Herr Joachim Sels10.05.2017, 14:59 Uhr

    "Die deutsche Energiewende ist das grösste Umverteilungsprogramm von unten nach oben, was die Geschichte jeh gesehen hat."

    Es ist ohne Zweifel ein sehr großes Umverteilungsprogramm, aber es konkurriert glaube ich ziemlich stark mit dem Euro.

    @Herr Piet Vrolijk10.05.2017, 15:03 Uhr

    Zu spät, habe eben einen Toyoty Hybrid geordert!

  • Rainer von Horn - 10.05.2017, 14:33 Uhr
    Wenn sie aus ideologische Gründe kein Fahrrad benutzen wollen, tja, dann müssen sie auch auf die Vorteile von ein Fahrrad verzichten.
    Ein Fahrrad hat so viele Vorteile:
    - sie finden überall eine Parkplatz
    - sie haben nur ganz minimale Kosten pro Kilometer
    - sie fahren an jede Stau vorbei
    - sie bleiben selbst viel gesunder
    Mit eine gute Infrastruktur für die Fahrräder wie in die Niederlande können sie überall ein Fahrrad benutzen. Und wenn sie an einen Hügel wohnen dann kaufen sie heute eine Elektrofahrrad. Dann ist auch die Hügel kein Problem.
    Denn eine Elektrofahrrad ist auch eine Hybridtechnik, nur ganz ohne die Abgase!

  • Da haben wir es ja endlich, dank Herrn Sels: Ein generelles Tempolimit!

    Er meint zwar selbst, dass es nicht unmittelbar was bringt, aber Hauptsache, man hat das Stichwort mal rausgehauen. Einfach so.

    Und wieder sehen wir: Hirn ist durch nichts zu ersetzen!

  • Die deutsche Energiewende ist das grösste Umverteilungsprogramm von unten nach oben, was die Geschichte jeh gesehen hat. Wem gehören die meisten Solardächer ? Den meist völlig verarmten Villenbesitzern in Bayern (mit den wunderbar grossen Dachüberständen) und natürlich den ALDI's. Und wem gehört das Land, auf dem die Windkraftanlagen stehen ? Und wer kassiert den Reibach aus Biogas ? Während der Grossteil der Bevölkerung ständig steigende Trinkwasserpreise auch der Tasache zu verdanken hat, dass die Nitratgehalte immer weiter ansteigen und die Reinigung des Wassers immer teurer wird. Auf den Punkt gebracht: max 2% der Bevölkerung kassieren und der Rest zahlt. Am meisten natürlich der Sozialhilfeempfänger, der in einer städtischen Wohnung sitzt, welche eigentlich schon vor Jahrzehnten hätte renoviert werden müssen.

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