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Toyota Paroli bieten Porsche hat große Pläne mit VW

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Die zweite Version des Cayenne. Auffällig sind die geänderten Scheinwerfer. Foto: Hersteller Quelle: dpa

Die zweite Version des Cayenne. Auffällig sind die geänderten Scheinwerfer. Foto: Hersteller

(Foto: dpa)

Wie beim finnischen Auftragsfertiger Valmet, bei dem der Boxster vom Band läuft, will Porsche bei Volkswagen ungenutzte Kapazitäten als „verlängerte Werkbänke“ nutzen, um die Fixkosten zu senken. Das dadurch eingesparte Geld kann Porsche gut gebrauchen, wächst der Autobauer doch weit weniger stark als in der Vergangenheit. Auch das Wort Gewinnrückgang macht die Runde. Nachdem Porsche seinen Vorsteuergewinn 2005/2006 auf 2,11 Mrd. Euro fast verdoppelt hatte, betonte Wiedeking mit Blick auf das laufende Jahr: „Dieses Ergebnis wird sich in dieser Höhe nicht halten lassen.“ Belastend wirkten sich in diesem Jahr vor allem höhere Entwicklungskosten für die 2009 auf den Markt kommende vierte Baureihe Panamera aus.

In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2006/2007 legte der Porsche-Umsatz nur noch um 0,7 Prozent auf 2,05 Mrd. Euro zu. Der Absatz stieg um 0,4 Prozent auf 25 850 Fahrzeuge. Während die beiden Sportwagen-Baureihen 911 sowie Boxster/Cayman zulegten, brach der Absatz beim Geländewagen Cayenne um fast 30 Prozent ein. Grund ist, dass die Kunden auf die Neuauflage des Wagens warten, die ab Februar 2007 bei den Händlern steht. „Auch bei uns wachsen die Bäume nicht in den Himmel“, kommentierte Wiedeking das Zwischenergebnis.

Neben dem Cayenne war es vor allem der US-Markt, der Porsche runterzog. Während Porsche in Deutschland um 12,4 Prozent auf 3 950 Fahrzeuge und im Rest der Welt sogar um 15,3 Prozent auf 12 590 Fahrzeuge zulegen konnte, nahm der Absatz in Nordamerika um 17,6 Prozent auf 9 310 Fahrzeuge ab. Für das Gesamtjahr kündigte das Unternehmen an: „Über alle Baureihen hinweg soll im Geschäftsjahr 2006/07 das hohe Absatzniveau des Vorjahres wieder erreicht werden“. Zulegen will Porsche insbesondere durch eine Ausweitung des Händlernetzes in Russland und China.

Vorstandsgehälter verdoppelt

Im abgelaufene Geschäftjahr 2005/2006, das Porsche noch mit Rekordzahlen abgeschlossen hatte, hat der Vorstand doppelt so hohe Bezüge erhalten wie 2004/2005. Insgesamt flossen an die sechs Mitglieder der obersten Leitungsebene 45,2 Mill. Euro; im Vorjahr waren es 26 Mill. Euro gewesen. Die erfolgsabhängigen Komponenten wurden mit 40,1 nach 20,7 Mill. Euro beziffert.

Auch der Aufsichtsrat bekam mehr Geld: 1,3 statt 1 Mill. Euro. Porsche lehnt die individualisierte Veröffentlichung der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge ab. Dies bringe keinerlei Erkenntnisgewinn für den Anleger, so die Begründung. Das Geschäftsjahr von Porsche endet am 31. Juli.

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