Toyota Weltgrößter Autobauer bleibt auf Rekordkurs

Von diesen Zahlen kann Volkswagen derzeit nur träumen: Konkurrent Toyota hat nach drei Quartalen des Geschäftsjahr gut 14 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Die Prognose verheißt einen Rekord.
Update: 05.02.2016 - 11:33 Uhr

14,45 Milliarden Euro: Toyota fährt Rekordergebnis ein

TokioDank einer starken Nachfrage der amerikanischen Kunden hat der weltgrößte Autobauer Toyota in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Rekordgewinn eingefahren. Wie der japanische Branchenprimus am Freitag nach Börsenschluss in Tokio bekanntgab, erhöhte sich das Betriebsergebnis zwischen April und Dezember 2015 um 9 Prozent auf 2,3 Billionen Yen (17,6 Milliarden Euro). Unter dem Strich verdiente der Konzern 1,89 Billionen Yen (14,4 Milliarden Euro) - ein Plus von 9,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Erzrivale von Volkswagen, zu dem auch der Kleinwagen-Spezialist Daihatsu und der Nutzfahrzeug-Hersteller Hino gehören, hob angesichts der guten Zahlen seine Prognose für das bis zum 31. März laufende Geschäftsjahr an. Toyota rechnet nun mit einem Nettogewinn von 2,27 statt 2,25 Billionen Yen - ein Plus zum Vorjahr von 4,4 Prozent.

Mit Blick auf den Umsatz geht Toyota indes unverändert von einem um 1 Prozent verbesserten Ergebnis von 27,5 Billionen Yen aus. Die Daten berücksichtigen allerdings nicht eine vorübergehende Stilllegung der Produktion in Japan. Kürzlich hatte es in einer Stahlfabrik in der zentraljapanischen Provinz Aichi eine Explosion gegeben, vom 8. bis zum 13. Februar stehen die Bänder daher still. Der VW-Konkurrent baut in Japan mehr als 40 Prozent seiner Autos.

Neben dem schwachen Yen, der japanische Exportgüter im Ausland günstiger macht, profitiert Toyota auch von der soliden Wirtschaftslage in den USA sowie den niedrigen Benzinpreisen. So verkaufte der Konzern in Nordamerika in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres rund 2,1 Millionen Fahrzeuge und damit etwa 33.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Dagegen war der Absatz in Europa sowie in Asien - einschließlich Japan - rückläufig.

In Europa sanken Toyotas Verkaufszahlen um rund 16.000 Autos auf knapp 618.000 Stück. Auf ihrem Heimatmarkt setzten die Japaner etwa 1,5 Millionen Autos ab, 51.000 weniger als im Vorjahr. Im übrigen Asien sank der Absatz um 112.000 Einheiten auf eine Million Fahrzeuge. Ein Unsicherheitsfaktor für den Branchenprimus stellt denn auch die weitere Entwicklung in den aufstrebenden Märkten dar.

Die außergewöhnlichen Modelle des Akio Toyoda
Das neue Toyota-Gen, Teil 1: Toyota GT86
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2011 prägte Konzernchef Akio Toyoda einen Satz, der von nun an für Toyotas stehen soll: „Wenn es keinen Spaß macht, ist es kein Auto.“ Emotionale Autos vom Experten für Biedermänner - für Toyota läutete er damit eine Kulturrevolution ein. Das erste Modell, das die neuen Gene verkörperte, war der schnittige Sportwagen Toyota GT86, der an Toyotas altes Sportmodell 86 erinnern sollte. 

Das neue Toyota-Gen, Teil 1: Toyota GT86
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Er ist zwar nicht irrsinnig schnell, aber dafür sehr preiswert. Doch die manuelle Gangschaltung, der tiefe und mittige Schwerpunkt und vor allem die Möglichkeit, Fahrassistenten auszuschalten, machen Fahren mit ihm zu einem sinnlichen Vergnügen, wie unser Korrespondent auf Japans Bergstraßen selbst erfahren konnte. Interessanterweise griff Toyoda bei der Entstehung seines Traums massiv auf die Expertise und Motoren von Subaru zurück. Viele Tester nannten das Auto daher Toyobaru. Offenbar verstanden Toyotas Ingenieure damals noch nicht, was genau ihr neuer Chef von ihnen verlangte.

Das neue Toyota-Gen, Teil 2: der neue Lexus GS
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Der Lexus GS ist Toyotas Antwort auf die E-Klasse von Mercedes oder den 5er BMW. Aber erst nachdem Toyoda Chef wurde, näherte sich die Oberklasselimousine dem Anspruch an. Mit dem Sportwagen GT86 stellte Toyoda die neue GS-Generation vor, die sich nicht nur deutlich knackiger fuhr als die vorige Dschunke, sondern auch das neue Antlitz der Marke Lexus einführte: den markanten Spindelgrill. Seither wird Lexus mit jedem Modell schnittiger und schärfer gezeichnet. Auch wenn man es in Deutschland nicht merkt: Nach Jahren des Scheiterns mausert sich Lexus durchaus zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber. 

Gib Wasserstoff – Toyota Mirai
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Die Elektroautos sind noch gar nicht richtig im Markt angekommen, da schiebt Toyota schon die nächste vermeinlich emissionsarme Antriebstechnik in den Markt: das Brennstoffzellenauto, das Strom aus der Verbindung von Wasser und Sauerstoff gewinnt und nur Wasser aus dem Auspuff dampft. In Japan und bald auch in Übersee wird der Toyota Mirai angeboten. Er ist das erste großserientaugliche reine Brennstoffzellenauto der Welt (Hyundai bietet einen SUV auch mit Brennstoffzelle an).

Gib Wasserstoff – Toyota Mirai
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Das Auto ist nicht nur markant ins Blech gepresst, sondern soll auch auf der Straße Eindruck schinden. Akio Toyoda hat das Modell daher voriges Jahr höchstspersönlich auf einer Rally in Japan über die Piste gehetzt und später das Fahrerlebnis mit einem gehobenen Daumen geadelt.

Die Wiedergeburt des Kabinenrollers – Toyota i-Road
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Ein Spaßmobil der metropolitanter Mikromobilität könnte ein Dreirad von Toyota werden, der elektrische Kabinenroller i-Road. Es erinnert mit seinen zwei Rädern vorne, einem Rad hinten und seiner Neigetechnik ein bißchen an dreirädrige Motorräder, fährt sich aber ganz anders. Denn im Gegensatz zu den Bikes wird nicht mit den Rädern vorne gelenkt, sondern mit dem Hinterrad.

Die Wiedergeburt des Kabinenrollers – Toyota i-Road
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Kurvenfahrten fühlen sich damit wie rasantes Skaten an. Zudem kann man fast auf der Stelle wenden. In Grenoble und Tokio testet Toyota die Vehikel bereits im Straßenverkehr, um über eine Markteinführung zu entscheiden.  Reichweite und Geschwindigkeit des kleinen Stadtflitzers sind zwar nicht berauschend - aber für kurze Strecken reicht es.

Zudem geht Toyota von steigenden Kosten aus. Im vergangenen Kalenderjahr konnte das Unternehmen jedoch seine Position als größter Autokonzern der Welt behaupten. Weltweit wurden 10,15 Millionen Wagen verkauft - ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 0,8 Prozent. Die VW-Gruppe setzte 2015 insgesamt 9,93 Millionen Autos ab.

  • dpa
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