Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Traton Volkswagen legt Börsengang der Lkw-Sparte auf Eis

Der Autobauer verschiebt den Börsengang der Truck-Holding Traton. Offenbar konnte der Konzern seine Preisvorstellungen am Markt nicht durchsetzen.
Update: 13.03.2019 - 17:20 Uhr Kommentieren
VW legt Börsengang der Lkw-Sparte Traton auf Eis Quelle: dpa
Lkw von MAN

In der Holding Traton hat Volkswagen seine Lkw-Hersteller MAN und Scania gebündelt

(Foto: dpa)

FrankfurtPaukenschlag in Wolfsburg: Der Autobauer Volkswagen hat am Mittwoch überraschend beschlossen, den Börsengang seiner Lkw-Sparte unter dem Kunstnamen Traton auf Eis zu legen. Im gegenwärtigen Marktumfeld werde man bis auf Weiteres davon Abstand nehmen, einen Börsengang weiter vorzubereiten, teilte das Unternehmen mit.

Am Dienstag hatte Vorstandschef Herbert Diess noch erklärt, über den Sprung auf den Kurszettel entscheide man in absehbarer Zeit. Es müssten aber auch die Bedingungen an den Geld- und Kapitalmärkten stimmen. „Das wägen wir ab und bewerten es in den nächsten Tagen“, sagte Diess am Dienstag.

Bei den VW-Aktionären überwog nach der Entscheidung vom Mittwoch die Enttäuschung: Die Vorzugsaktien gaben ihre Kursgewinne von 1,7 Prozent ab und drehten zeitweise ins Minus.

Als Hauptgrund für die Verschiebung nennen Finanzkreise die Vorstellungen von VW hinsichtlich der Preisspanne für die Aktie, die im jetzigen Umfeld nicht durchzusetzen seien, sagte ein Insider. In den vergangenen Wochen seien die Bewertungen wegen der eingetrübten Konjunkturaussichten nach unten gekommen, weil das Lkw-Geschäft nun einmal sehr zyklisch sei. Deshalb sei es fraglich geworden, ob der VW-Vorstand mit seinen Preisvorstellungen durchdringen könne.

Nach Einschätzung aus Finanzkreisen wird VW nur dann einen neuen Anlauf 2018 nehmen, wenn sich die Lage an den Börsen bessert und die Bewertungen für das Lastwagengeschäft wieder steigen. Derzeit wird der Konkurrent Volvo an der Börse mit dem Siebenfachen des für 2020 erwarteten operativen Gewinns bewertet, was niedrig ist.

Traton besteht aus den VW-Töchtern MAN und Scania sowie der brasilianischen Nutzfahrzeugtochter. VW könnte bis zu einem Viertel von Traton an die Börse bringen und damit rund sechs Milliarden Euro erlösen. Investmentbanker hatten bisher gehofft, VW werde noch vor Ostern das Initial Public Offering (IPO) wagen. Es wäre der Eisbrecher am Markt für Börsengänge gewesen.
Mit Material von Reuters

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Traton - Volkswagen legt Börsengang der Lkw-Sparte auf Eis

0 Kommentare zu "Traton: Volkswagen legt Börsengang der Lkw-Sparte auf Eis"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.