Triebwerk-Vereisung Boeing warnt Dreamliner-Kunden

Neue Panne beim 787 Dreamliner und beim Jumbomodell 747-8: Boeing rät, nicht in Gewitternähe zu fliegen – die Triebwerke könnten sonst vereisen. Japan Airlines zieht die Maschinen von zwei Langstrecken-Routen ab.
Update: 23.11.2013 - 16:53 Uhr 1 Kommentar
US-Flugzeugbauer meldet Probleme: Japan Airlines entschied sich vorsichtshalber, vorläufig auf den Strecken von Tokio nach Neu Delhi sowie Singapur auf Dreamliner zu verzichten Quelle: Reuters

US-Flugzeugbauer meldet Probleme: Japan Airlines entschied sich vorsichtshalber, vorläufig auf den Strecken von Tokio nach Neu Delhi sowie Singapur auf Dreamliner zu verzichten

(Foto: Reuters)

Tokio/ WashingtonDie Pannenserie beim Boeing -Hoffnungsträger 787 Dreamliner reißt nicht ab. Der US-Flugzeugbauer warnte am Samstag gemeinsam mit dem Industriekonzern General Electric 15 Fluggesellschaften, dass bei einigen ihrer Modelle die Vereisung von Triebwerken droht. Deshalb sollten Dreamliner und das neue Jumbomodell 747-8 mit bestimmten GE-Motoren nicht in die Nähe von Gewitterwolken fliegen, weil sich sonst Eiskristalle ansammeln könnten. Der Hersteller nannte einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 nautischen Meilen (93 Kilometern).

Japan Airlines erklärte umgehend, die 787 von zwei Langstrecken-Routen abzuziehen. Die 787 werde weiter auf anderen Strecken mit einer geringen Wahrscheinlichkeit von Gewitterwolken fliegen, hieß es.

JAL entschied sich vorsichtshalber, vorläufig auf den Strecken von Tokio nach Neu Delhi sowie Singapur auf Dreamliner zu verzichten. Es könne Fälle geben, in denen es nicht möglich sei, Gewitter zu umfliegen, sagte ein Airline-Sprecher in der japanischen Hauptstadt der Agentur zufolge.

Von der Warnung ist auch die Lufthansa betroffen. Sie hat zwar keine Dreamliner, aber die vierstrahlige 747-8 in ihrer Flotte.

Die Maschine wird auf Interkontinentalverbindungen eingesetzt. Lufthansa erklärte: „Wir haben den Hinweis erhalten und nehmen das natürlich sehr ernst. Wir prüfen jetzt die eventuell erforderlichen Konsequenzen."

Laut der Wirtschaftsagentur Bloomberg arbeitet GE an Software-Änderungen. Das Unternehmen erwarte, dass das Problem im ersten Vierteljahr 2014 behoben werden könne, hieß es laut Bloomberg in einer Firmen-E-Mail. Demnach hat es seit April sechs Fälle gegeben, in denen Flugzeuge wegen Eisbildung vorübergehend an Beschleunigungskraft verloren.

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  • rtr
  • dpa
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  • Warnung? Die bedeutet im Klartext: Die Manager, Experten sind unfähig, wollen Tote sehen und dafür Boni erhalten!!

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