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Triebwerksbauer MTU Aero hofft auf schnelle Lösung für Airbus-Triebwerk

MTU Aero Engines hat seine Gewinnerwartungen für 2017 übertroffen. Dafür muss aber Airbus seine Turbinen-Probleme in den Griff bekommen.
Update: 21.02.2018 - 12:47 Uhr Kommentieren
Um sechs Prozent stieg der Umsatz des Triebwerksbauer im vergangenen Jahr auf 5,04 Milliarden Euro. Quelle: dpa
MTU Aero Engines

Um sechs Prozent stieg der Umsatz des Triebwerksbauer im vergangenen Jahr auf 5,04 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)

München Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines hofft, dass ihn die neuen Probleme mit dem Triebwerk für das Airbus-Kurzstreckenflugzeug A320neo in diesem Jahr nicht aus der Bahn werfen. Dass sich die technischen Schwierigkeiten mit dem Pratt & Whitney-Triebwerk kurzfristig lösen ließen, sei die Voraussetzung dafür, dass MTU seine Ziele 2018 erreichen könne, sagte Vorstandschef Reiner Winkler am Mittwoch in München.

Laut Airbus sollen im April wieder A320neo mit dem neuen GTF-Triebwerk ausgeliefert werden können. Gespräche mit Pratt & Whitney und den Zulassungsbehörden liefen. MTU Aero hat einen Anteil von 18 Prozent an dem Programm.

Das Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit einem operativen Gewinn von 600 bis 620 Millionen Euro, wie Winkler sagte. 2017 wären es nach den neuen, von diesem Jahr an gültigen Bilanzierungsvorschriften 570 Millionen Euro gewesen. Künftig werden die in der Branche üblichen Preisnachlässe an die Kunden und Rückerstattungen an die Flugzeugbauer nicht mehr als Kosten gebucht, sondern sofort vom Umsatz abgezogen. Damit hätte MTU im vergangenen Jahr nur 3,65 Milliarden Euro umgesetzt.

Das sind die größten Luftfahrtkonzerne der Welt
Platz 10: Safran
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Der französische Konzern verbuchte 2016 einen Ertrag von 18,2 Milliarden Dollar (Vorjahr: 18,0 Milliarden). Safran ist nach Rolls-Royce Europas zweitgrößter Hersteller von Flugmotoren und Strahltriebwerken. In puncto Ertragswachstum lagen die europäischen Unternehmen mit 3,7 Prozent klar vor der US-Konkurrenz (2,4 Prozent) und setzten damit den Trend des Vorjahres fort.

(Quelle: Deloitte Global Aerospace & Defence Sector Financial Performance Study 2017)

(Foto: Reuters)
Platz 9: Raytheon
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Der US-Hersteller produziert vor allem für das Militär. Der Rüstungskonzern erreichte 2016 einen Ertrag von 24,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 23,2 Milliarden ). Dank der leistungsstarken US-Rüstungsindustrie und einer hohen weltweiten Nachfrage wuchsen die Erträge im militärischen Sektor bei den US-Unternehmen insgesamt um 2,1 Prozent.

(Foto: Reuters)
Platz 8: BAE Systems
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Der britische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern kletterte in der Rangliste vom neunten auf den achten Platz. 2016 betrug der Ertrag 24,1 Milliarden Dollar (Vorjahr: 22,8 Milliarden). In Europa legte der Ertrag im militärischen Sektor laut Studie um insgesamt 0,6 Prozent zu.

(Foto: dpa)
Platz 7: Northrop Grumman
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Der US-Hersteller von Rüstungstechnik für Luft- und Raumfahrt machte 2016 einen Ertrag von 24,5 Milliarden Dollar (Vorjahr: 23,5 Milliarden Dollar). Die Wachstumsrate der Gesamtbranche fiel von 3,8 Prozent im Jahr 2015 auf 2,4 Prozent im Jahr 2016. Sie war damit immer noch um 0,1 Prozentpunkte höher als das globale Wirtschaftswachstum.

(Foto: dpa)
Platz 6: GE Aviation
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Das Unternehmen gehört zur US-Konzern General Electric. Der Konzern erzielte 2016 einen Ertrag in Höhe von 26,3 Milliarden Dollar (Vorjahr: 24,7 Milliarden). GE Aviation stellt Flugzeugtriebwerke für den zivilen und den militärischen Gebrauch her. Insgesamt zeigte die Luftfahrtbranche 2016 bei einem Gesamtertrag von 674,4 Milliarden Dollar ein verlangsamtes Wachstum.

(Foto: Reuters)
Platz 5: United Technologies
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Der US-Hersteller von Technologieprodukten hat seinen Hauptsitz in Connecticut. Neben Luft- und Raumfahrt ist der Konzern auch in den Bereichen Klimaanlagen, Aufzugsanlagen und Rolltreppen tätig. Der Ertrag im Luftfahrtbereich lag 2016 bei 28,9 Milliarden Dollar (Vorjahr: 27,8 Milliarden Dollar).

(Foto: Reuters)
Platz 4: General Dynamics
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Der Konzern ist neben Boeing der größte Hersteller von Lenkflugkörpern in den USA. Der Konzern baut neben Raketen auch Hubschrauber sowie Panzer und fertigte 1954 mit der USS Nautilus das erste nuklearbetriebene U-Boot der Welt. Im vergangenen Jahr betrug der Ertrag 31,4 Milliarden Dollar (Vorjahr: 31,5 Milliarden).

(Foto: picture alliance)

Ausgewiesen wurden 5,04 Milliarden Euro, sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der bereinigte Nettogewinn kletterte um 24 Prozent auf den Rekordwert von 429 Millionen Euro und übertraf damit die eigenen Erwartungen. Die MTU-Aktie fiel dennoch um drei Prozent.

Von 2018 an will MTU Aero die Früchte der Investitionen der vergangenen Jahre ernten. Winkler sprach vom „Übergang von der Investitions- in die Konsolidierungsphase“. Das GTF-Triebwerk, das derzeit noch Probleme macht, soll den Umsatz in der größten MTU-Sparte in diesem Jahr – in Dollar gerechnet – um 30 Prozent anschieben. Pratt & Whitney will rund 800 davon ausliefern, 2017 waren es 374. In der Spitze könnten es 1200 pro Jahr werden. Airbus will die Produktion des A320, wenn möglich, auf 70 von 60 Flugzeuge im Monat hochfahren. Doch Winkler ist skeptisch, dass kleinere Zulieferer auf die Schnelle hinterherkommen.

Große Projekte stünden in der zivilen Luftfahrt erst wieder Mitte der 2020er Jahre an. Dann dürfte es um den Nachfolger des A320 gehen, später auch um den Ersatz für die Boeing 737. In der Zwischenzeit soll bei MTU deutlich mehr Geld in die Kasse kommen als zuletzt. Davon will der Triebwerksbauer auch die Aktionäre profitieren lassen. Die Dividende steigt für 2017 um 40 Cent auf 2,30 Euro je Aktie, in den kommenden Jahren will MTU die Ausschüttungsquote von 30 auf bis zu 40 Prozent schrauben. In Jahren mit besonders hohen Mittelzuflüssen (Cash-flows) seien auch Aktienrückkäufe möglich, sagte der neue Finanzchef Peter Kameritsch.

  • rtr
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