Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hebt Prognosen an

Trotz Lieferschwierigkeiten für die neuen Triebwerke des Airbus A320 kann der Konzern seinen Gewinn steigern. Doch die Bewährungsprobe kommt noch.
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Große Umsatzzuwächse gibt es beim Geschäft mit der Instandhaltung von Verkehrsflugzeugen. Quelle: dpa
Turbinenherstellung bei MTU Aero Engines

Große Umsatzzuwächse gibt es beim Geschäft mit der Instandhaltung von Verkehrsflugzeugen.

(Foto: dpa)

MünchenMTU Aero Engines traut sich trotz der Anlaufschwierigkeiten mit den neuen Triebwerken für den Airbus A320 einen deutlichen Gewinnzuwachs zu. Der Münchner Triebwerkshersteller schraubte die Prognose für das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) am Donnerstag auf 640 (572,5) Millionen Euro. Bisher hatte MTU mit 600 bis 620 Millionen gerechnet.

„Im ersten Halbjahr haben sich vor allem das zivile Ersatzteilgeschäft und die zivile Instandhaltung besser entwickelt als erwartet“, erklärte Vorstandschef Reiner Winkler. „Wir gehen davon aus, dass dieser Trend anhält.“ Auch der Umsatz werde mit 4,2 (3,65) Milliarden Euro höher ausfallen als bisher gedacht. Entsprechend stärker steigen soll auch der Nettogewinn: um elf Prozent auf rund 450 Millionen Euro.

Die rosigeren Aussichten trieben die MTU-Aktie zweitweise auf ein Rekordhoch von 176,90 Euro. In den ersten sechs Monaten wuchs der Umsatz um neun Prozent auf 2,15 Milliarden Euro, das bereinigte Ebit um 13 Prozent auf 296 Millionen Euro. Im selben Ausmaß stieg der Nettogewinn auf 210 Millionen.

MTU Aero Engines ist am Bau des „Getriebefan“-Triebwerks von Pratt & Whitney für den A320neo beteiligt. Technische Schwierigkeiten hatten die Auslieferungen verzögert und dazu geführt, dass bei Airbus bis zu 100 Flugzeuge ohne Triebwerke auf Halde standen. MTU habe inzwischen aber aufgeholt: „Wir haben unseren Lieferplan erfüllt“, sagte Winkler. Doch erst das zweite Halbjahr wird der Lackmustest: Von Januar bis Juni stieg der Umsatz im zivilen Triebwerksgeschäft um 15 Prozent, bis zum Jahresende sollen es 30 Prozent werden.

Besser als gedacht läuft es im Ersatzteilgeschäft, das 2018 um zehn statt um fünf Prozent wachsen soll. Das Geschäft mit der Instandhaltung von Verkehrsflugzeugen werde - in Dollar - sogar um 20 Prozent zulegen. Das Ersatzteil- und das Wartungsgeschäft sind für MTU deutlich profitabler als die Produktion von neuen Triebwerken.

  • rtr
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