Trotz Abgasskandal Marke VW schafft Verkaufsplus

Die Dieselkrise hat VW zwar einen Dämpfer verpasst, trotzdem hat die Marke den Absatz gesteigert: Vor allem die Geschäfte in China kurbelten die Zahlen an, auch in den USA läuft es wieder besser.
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Volkswagen hat trotz der Abgaskrise mehr Autos verkauft. Quelle: dpa
Detroit

Volkswagen hat trotz der Abgaskrise mehr Autos verkauft.

(Foto: dpa)

DetroitDie Marke VW hat im vergangenen Jahr trotz des Abgasskandals mehr Autos verkauft. Der Absatz weltweit stieg um 2,8 Prozent auf knapp sechs Millionen Fahrzeuge, wie VW-Markenchef Herbert Diess am Sonntagabend in Detroit sagte. Vor allem der wichtige chinesische Markt hat die Verkäufe angekurbelt. In den USA lief es zumindest zum Jahresende wieder besser - ein Jahr zuvor hatte ein von US-Behörden verhängter Verkaufsstopp für Dieselfahrzeuge den Absatz kräftig gedämpft.

Auf welche Neuwagen die Deutschen wirklich abfahren
Platz 10: Seat
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Der deutsche Automarkt ist 2016 zum dritten Mal in Folge gewachsen. Gut 3,35 Millionen Neuwagen wurden zugelassen, ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2015, wie der Verband der Automobilindustrie mitteilte. Zu den Gewinnern gehört auch die spanische VW-Tochter Seat: Mit 97.585 neuzugelassenen Autos kommt Seat in der Jahreswertung der Deutschen auf den zehnten Platz. Dazu hat insbesondere das erste SUV der Marke, der Ateca, beigetragen.

Link: Unseren Fahrtest des Seat Atcea finden Sie hier

Platz 9: Hyundai
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Der Ioniq als modernes Benzin-, Hybrid- oder Elektromodell kommt erst in diesem Jahr auf den Markt. Das könnte Hyundai neuen Schwung geben, denn 2016 gingen die Neuzulassungen der Koreaner mit 107.228 Fahrzeugen nach Jahren des Wachstums wieder leicht zurück. Weltweit peilt das Management in Seoul aber wieder ein Wachstum an.

Link: Unseren Fahrbericht des Hyundai Ioniq finden Sie hier

Platz 8: Renault
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Auf Platz 8 der beliebtesten Automarken der Deutschen kommt Renault. Die Franzosen konnten sich um stolze 13,9 Prozent steigern und werden vom KBA mit 125.300 Neuzulassungen geführt, was einem Marktanteil von 3,7 Prozent entspricht. Besonders im Dezember konnten die Franzosen mit einem Plus von 19,3 Prozent nochmals zulegen.

Link: Unseren Test des Renault Espace finden Sie hier

Platz 7: Skoda
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Da Ford auch Werke in Deutschland hat, ist Skoda auf Platz 7 die beste reine Importmarke. 186.172 Skodas wurden 2016 in Deutschland neu zugelassen – Tendenz steigend. Wenn auch das Wachstum mit 3,5 Prozent geringer ausfällt als bei einigen anderen Marken. Der neue Kodiaq (im Bild) und die Modellpflege des Bestsellers Octavia könnten das Wachstum 2017 wieder ankurbeln.

Link: Unseren Fahrbericht zum Skoda Kodiaq finden Sie hier

Platz 6: Ford
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Im Duell der Volumenmarken musste sich Ford knapp Opel geschlagen geben. Zwar war es das vierte Wachstumsjahr auf dem deutschen Markt, und der Marktanteil von 7,7 Prozent ist der beste in den vergangenen 14 Jahren.

Doch die Kölner mit amerikanischen Wurzeln kamen 2016 auf 239.766 Neuzulassungen, ...

Platz 5: Opel
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... während sich Rüsselsheim über 243.792 verkaufte Opel freut – das beste Opel-Ergebnis in Deutschland seit fünf Jahren. Um an den Volumen-Marktführer VW zu kommen, würden selbst die addierten Zulassungen von Opel und Ford nicht reichen.

Platz 4: BMW
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Global eilt BMW von Absatzrekord zu Absatzrekord, auch in Deutschland haben die Münchner 2016 um 5,4 Prozent zugelegt. Dennoch verpasst BMW mit 262.083 Neuzulassungen das Podium knapp.

Für 2017 aber kann die BMW-Führung zuversichtlich sein: Der wichtige Fünfer kommt neu auf den Markt.

Link: Mehr Fotos und Fahreindrücke vom neuen 5er BMW

Diess setzt in den USA trotz der Probleme durch die Dieselkrise hohe, wenn auch sehr langfristige Ziele: „Wir sind entschlossen, in den nächsten zehn Jahren ein wichtiger und profitabler Volumenhersteller in den USA zu werden“, kündigte Diess an.

VW stellte kurz vor Beginn der Automesse in Detroit ein neues Stadtgeländewagen-Modell vor. Mit einer neuen Tiguan-Variante für den US-Markt setzt VW seine Bemühungen fort, auf dem wachsenden SUV-Markt Fuß zu fassen. Die Wolfsburger hatten dieses in den USA sehr starke Segment lange vernachlässigt.

Die USA waren für VW auch vor dem Bekanntwerden der massenhaften Manipulation von Abgaswerten bei Dieselautos ein schwieriger Markt. Seit 2007 weist VW bereits keine Gewinnkennzahlen mehr für die USA aus. Schon damals waren die Zahlen rot.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hatte das US-Geschäft einmal als „Katastrophenveranstaltung“ bezeichnet. Im vergangenen Jahr verkaufte die Marke in den USA im Jahresvergleich 7,6 Prozent weniger Autos. Im Zuge der Dieselkrise verhängten Behörden einen Verkaufsstopp für Volkswagens Dieselmodelle.

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