Trotz Auftragsflaute Maschinenbauer halten an Prognose fest

Warten auf den Aufschwung: Deutschlands Maschinenbauer setzen trotz Auftragsflaute weiter auf ein Rekordjahr. Doch das Umfeld bleibt schwierig. Politisch bereitet ihnen besonders die Ukraine-Krise Sorgen.
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Für 2014 rechnen die Maschinenbauer weiter mit einem Produktionswachstum von drei Prozent. Quelle: dpa

Für 2014 rechnen die Maschinenbauer weiter mit einem Produktionswachstum von drei Prozent.

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MünchenDie deutschen Maschinenbauer halten trotz einer zuletzt enttäuschenden Auftragslage an ihrer Jahresprognose fest. „Wir setzen darauf, dass sich die Dynamik im weiteren Jahresverlauf verstärkt“, erklärte der Geschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, Richard Clemens, am Montag zum Auftakt der Umwelttechnologiemesse IFAT (bis 9. Mai) in München. Für 2014 rechnet der VDMA daher weiter mit einem Produktionswachstum von drei Prozent.

Es könne aber nicht übersehen werden, dass das Umfeld mit einer verhaltenen Binnennachfrage und einem nachlassenden Wachstum in großen Schwellenländern schwierig sei, sagte Clemens. Erst vergangene Woche hatte der Verband über einen Auftragsrückgang um real sechs Prozent im März gegenüber dem Vorjahr berichtet. Politisch bereitet der Schlüsselindustrie derzeit vor allem die Ukraine-Krise Sorgen. Russland ist für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau der viertgrößte Exportmarkt.

Unverändert wichtig sei auch der chinesische Markt, erklärte Clemens. Gerade für Unternehmen der Umwelttechnik, die sich auf der IFAT präsentieren, sei China mit seinen großen Umweltproblemen von besonderer Bedeutung. „Die Luft ist schlecht, die Gewässer sind dreckig, große Teile der Böden sind kontaminiert“, sagte der VDMA-Geschäftsführer. Die Umweltverschmutzung fresse jedes Jahr auch einen großen Teil des chinesischen Wirtschaftswachstums auf.

Die chinesische Regierung habe das Problem erkannt und wolle gegensteuern. „Für unsere Unternehmen heißt das: Sie können mit mehr Wachstum im Reich der Mitte rechnen.“ Schon heute rangiere der chinesische Markt im Export bei den Unternehmen der Umwelttechnik ganz oben - von Wasser- und Abwassertechnik über Abfall- und Recyclingtechnik bis zur Lufttechnik.

Auf der weltweit größten Umwelttechnologiemesse IFAT zeigen bis 9. Mai mehr als 3.000 Ausseller neue Produkte und Lösungen der Branche. Die Veranstalter erwarten mehr als 125 000 Besucher.

  • dpa
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