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Trotz EU-Bedenken Thyssen-Krupp bleibt optimistisch für Stahlfusion mit Tata Steel

Die EU-Kommission hat Bedenken zu den Plänen der Konzerne angemeldet. Trotzdem zeigt sich Thyssen-Krupp zuversichtlich, den Deal abschließen zu können.
Update: 18.02.2019 - 14:30 Uhr Kommentieren

Tata und Thyssen – Folgt auf die Fusion die große Entlassungswelle?

DüsseldorfThyssen-Krupp zeigt sich ungeachtet des zunehmenden Drucks der EU-Wettbewerbshüter zuversichtlich, das seit Jahren vorangetriebene Stahl-Joint-Venture mit Tata Steel über die Bühne zu bringen. Der Konzern habe das von der EU-Kommission angekündigte „Statement of Objections“ zu den Fusionsplänen erhalten, teilte das Unternehmen am Montag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Das Schreiben solle Grundlage für die weiteren Gespräche mit der Kommission sein. „Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir die Transaktion im Frühjahr abschließen können.“ Mit massiven Widerstand sei aus Brüssel nicht zu rechnen, erklärten auch die Experten des Bankhauses Lampe. Die Aktie setzte trotzdem ihre Talfahrt fort.

Thyssen-Krupp und Tata wollen den zweitgrößten Stahlkonzern Europas schmieden nach Arcelor-Mittal. Die EU-Kommission hatte bereits vor Monaten auf kritische Bereiche wie Stahl für Verpackungen, die Automobilindustrie und Elektrostahl hingewiesen, wo sie den Wettbewerb gefährdet sieht, und Zugeständnisse gefordert. Sie wollte sich am Montag ebenso wenig wie Thyssen-Krupp zum Inhalt des Schreibens äußern.

Die Kommission beschreibt in einem „Statement of Objections“ die Auswirkungen von Fusionsplänen auf den Wettbewerb und bestimmte Märkte. Diesen Punkten müssen die Unternehmen mit Zugeständnissen begegnen - ansonsten droht eine Ablehnung. Konkrete Vorschläge macht die EU-Kommission zwar nicht. Die Unternehmen bekommen aber eine Ahnung davon, was als Entgegenkommen erwartet wird.

Bei Thyssen-Krupp fürchten die mehr als 2000 Mitarbeiter der Verpackungsstahltochter Rasselstein seit Beginn der Tata-Verhandlungen, dass ihre Firma verkauft wird, um die Bedenken der EU-Kommission zu zerstreuen. Arbeitnehmervertreter warnen vor Zugeständnissen auf Kosten der 27.000 Beschäftigten von Thyssen-Krupp Steel Europe.

Thyssen und Tata wollen die Nummer Zwei der Stahlbranche in Europa schmieden mit 48.000 Mitarbeitern. Das Stahl-Joint-Venture spielt auch eine wichtige Rolle für die Aufspaltungspläne, die Vorstandschef Guido Kerkhoff vorantreibt. Der 50-Prozent-Anteil an dem Joint Venture soll in die künftige Materials AG einfließen, zu der auch der Werkstoffhandel und das Marinegeschäft gehören soll.

Kommt es nicht zum Joint Venture, kann Thyssen-Krupp auch nicht einen Teil der milliardenschweren Schulden auf das Gemeinschaftsunternehmen mit Tata abwälzen.

Die Thyssen-Krupp-Aktie verlor am Montag zeitweise über ein Prozent an Wert und notierte mit 13,08 Euro in der Nähe ihres Dreijahrestiefs, das sie in der vergangenen Woche markiert hatte. Binnen eines Jahres hat das Papier 42 Prozent verloren.

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  • rtr
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