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Trotz guter Zahlen Ford will 25 Milliarden Dollar sparen – und wirft Modelle aus dem Programm

Der Autobauer steigert Gewinn und Umsatz, dennoch werden weitere Einsparungen geplant. Zudem soll die Produktpallette angepasst werden.
26.04.2018 Update: 26.04.2018 - 04:46 Uhr Kommentieren
Weil die Nachfrage nach Geländewagen steigt, will Ford künftig kein Geld mehr in die Entwicklung von traditionellen Limousinen stecken. Quelle: AFP
SUVs von Ford

Weil die Nachfrage nach Geländewagen steigt, will Ford künftig kein Geld mehr in die Entwicklung von traditionellen Limousinen stecken.

(Foto: AFP)

Dearborn/Detroit Beim zweitgrößten US-Autobauer Ford zeigt der Sparkurs Wirkung - der Gewinn stieg zu Jahresbeginn kräftig. Der Konzern kündigte dennoch weitere massive Kostensenkungen an.

Bis 2022 sollen 25,5 Milliarden Dollar eingespart werden, wie Ford am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit werden die Anstrengungen radikal forciert - im Herbst waren noch 14 Milliarden Dollar als Ziel ausgegeben worden. Zudem soll die Produktpalette ausgemistet werden.

Ford-Chef Jim Hackett versprach Investoren, entschlossen Maßnahmen zu ergreifen, um die Profitabilität zu steigern und die Rendite zu maximieren. Geschäftsbereiche mit unterdurchschnittlicher Leistung, die nicht „fit gemacht“ werden könnten, erhielten schlicht kein Geld mehr.

„Wir werden das Kapital umschichten“, sagte Hackett, der vor rund einem Jahr das Steuer des wegen magerer Gewinnspannen bei Aktionären in Ungnade gefallenen Autokonzerns übernommen hatte.

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    Um die Ziele zu erreichen, soll auch das Angebot stärker den Vorlieben der Kunden angepasst werden. Konkret bedeutet das: In Nordamerika, wo vor allem Pick-up-Trucks und SUV's gefragt sind, werden künftig keine Mittel mehr in die Entwicklung traditioneller Limousinen gesteckt.

    Die einzigen solcher Modelle, die in die nächste Generation gehen, sind der neue Mustang und der Focus Active Crossover. Beide Wagen sollen 2019 auf den Markt kommen.

    Bis 2020 will Ford laut Finanzchef Bob Shanks weltweit eine Gewinnspanne von acht Prozent erreichen - zwei Jahre früher als bislang geplant. Zuletzt hatte der Wert bei 5,2 Prozent gelegen.

    Im ersten Quartal machte sich Hacketts Sparprogramm aber durchaus schon bemerkbar. Der Überschuss kletterte verglichen mit dem Vorjahreswert um neun Prozent auf 1,74 Milliarden Dollar (1,43 Milliarden Euro). Der Umsatz wuchs um sieben Prozent auf knapp 42 Milliarden Dollar.

    „Das Quartal entsprach unseren Erwartungen und ist im Einklang mit unseren Zielen für das Gesamtjahr, aber wir wissen, was wir können - und wir müssen uns verbessern“, kommentierte Finanzchef Shanks die Ergebnisse.

    Obwohl höhere Materialkosten im Zuge gestiegener Rohstoffpreise das Geschäft zu Jahresbeginn belasteten, übertrafen die Zahlen die Erwartungen der Analysten klar. Bei Anlegern kamen der Finanzbericht und die Ankündigung, den Sparkurs zu forcieren, denn auch gut an. Die Aktie legte nachbörslich um 2,7 Prozent zu.

    • dpa
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