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Trotz guter Zahlen Lufthansa will Sparprogramm verschärfen

Die Lufthansa überrascht die Börse und legt deutlich bessere Quartalszahlen vor als erwartet. Insbesondere die Servicetöchter steigern den Konzerngewinn. Trotzdem warnt Lufthansa-Chef Franz vor zu großer Euphorie.
31.10.2012 Update: 31.10.2012 - 11:14 Uhr Kommentieren
Die Lufthansa legt heute Zahlen für das dritte Quartal vor. Quelle: dapd

Die Lufthansa legt heute Zahlen für das dritte Quartal vor.

(Foto: dapd)

Frankfurt Christoph Franz war nicht nach Jubel zumute. Gerade hatte der Lufthansa-Chef einen Gewinnzuwachs im abgelaufenen Quartal von 6,2 Prozent auf 648 Millionen Euro verkündet - und damit die Erwartungen der Analysten weit übertroffen. Auch der Konzernumsatz zog um 6,2 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro an. Doch zufrieden wollte der Airline-Chef damit nicht sein. "Wir haben nicht die Ertragskraft, die wir brauchen", sagte er bei der Vorlage der Zahlen in Frankfurt. Anfang des Jahres soll das aufgelegte Riesensparprogramm nochmals verschärft werden. Konkretes werde Ende des Jahres vorgestellt.

Mit Hilfe des laufenden Umbauprogramms will die Lufthansa ihr Ergebnis um 1,5 Milliarden Euro steigern - unter anderem durch einen einschneidenden Jobabbau. Deutschlands größte Fluglinie zählt rund um den Globus 120.000 Mitarbeiter.

Eines der größten Probleme ist die hohe Tankrechnung der Gruppe: Allein in diesem Jahr dürften die Ausgaben für Flugzeugsprit um 1,1 Milliarden Euro auf 7,4 Milliarden Euro steigen.

Bisher kann die Lufthansa die steigenden Kosten durch die Gewinne ihrer Tochterunternehmen ausgleichen. Besonders gut lief es etwa beim Cateringableger LSG Sky Chefs. Aber auch im Fluggeschäft erwirtschaftete der Kranich-Konzern mehr Gewinn - hier zahlte sich die Sanierung von Austrian Airlines aus, und auch die Schweizer Airline Swiss flog weiterhin profitabel.

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    An der Börse sorgt das Quartalsergebnis am Mittwoch für einen Kurssprung. Ein Börsianer bezeichnete die Zahlen der deutschen Fluggesellschaft als brillant. Lufthansa-Aktien stiegen um bis zu acht Prozent auf ein 14-Monats-Hoch von 11,86 Euro. Das ist der größte Tagesgewinn seit drei Jahren. Dabei wechselten innerhalb der ersten beiden Handelsstunden fast doppelt so viele Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

    Das Unternehmen strebt im Gesamtjahr weiterhin einen operativen Gewinn im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich an. Das wäre ein Rückgang verglichen mit den 820 Millionen Euro im Jahr 2011. Die Kosten für das laufende große Sparprogramm sind darin noch nicht enthalten. Diese beliefen sich auf höchstens 100 Millionen Euro.

     


    • dpa
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