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Trotz Krise in der Stahlbranche Dillinger Hütte blickt mit Zuversicht in die Zukunft

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Anders als seine Vorstandskollegen bei der Konkurrenz blickt der 56-Jährige ohne Sorge in die Zukunft. "Wir haben 2009 nicht abgeschrieben", sagte er kürzlich bei der Bilanzpressekonferenz. Es wird aber schwerer werden, denn zum Abnehmerkreise gehört mit der Maschinenbauindustrie auch eine Branche, die kräftige Nachfrageeinbußen verbuchen muss. Auch die Bauindustrie, die den saarländischen Stahl in Brücken und Gebäuden verbaut, ringt mit der Krise.

Für Belche lautet die Lösung Spezialisierung. "Wir können über 2 000 Stahlsorten herstellen." Die Hälfte davon sei erst in den vergangenen Jahren entwickelt worden. Dank seines technologischen Vorsprungs in dem Marktsegment könne die Dillinger Hütte höhere Preise von ihren Kunden verlangen. Ein Blick in die Bilanz gibt Belche recht. Der Umsatz erreichte mit 3,3 Mrd. Euro wie auch der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) mit 890 Mio. Euro einen Rekordwert. Die Ebit-Marge liegt bei 27 Prozent - und damit auf dem Niveau des Softwarekonzerns SAP.

Belche und seine Belegschaft haben aber auch einen anderen Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Mit der Montan-Stiftung Saar hat die Stahlfirma einen Hauptaktionär, der nicht nur an Gewinnen interessiert ist. Zweck der Stiftung ist der Erhalt der Stahlindustrie in dem Bundesland.

Statt eine hohe Dividende zu zahlen, kann die Dillinger Hütte ihr Eigenkapital stärken. Der zuletzt ausgewiesene Bilanzgewinn von 395 Mio. Euro blieb weitgehend in der Firma. Die Stiftung blockierte auch eine Komplettübernahme durch Weltmarktführer Arcelor-Mittal, der daher im vergangenen Jahr einen Teil seiner Aktien abgab.

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