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Trotz Währungsbelastungen Merck übertrifft Gewinnerwartungen

Reich gespart: Der Darmstädter Pharma-Konzern Merck ist mit einem Gewinnzuwachs ins Geschäftsjahr eingestiegen. Analystenerwartungen werden damit übertroffen. Trotzdem muss Merck vorsichtig bleiben, sagt der Konzernchef.
15.05.2014 Update: 15.05.2014 - 08:41 Uhr Kommentieren
Bittere Pille: Wegen des starken Euros sinkt der Umsatz trotz höherer Verdienste. Quelle: dpa

Bittere Pille: Wegen des starken Euros sinkt der Umsatz trotz höherer Verdienste.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Sparkurs zahlt sich für den Pharma- und Chemiekonzern Merck aus. Der um Sondereinflüsse bereinigte operative Gewinn (Ebitda) nahm im ersten Quartal leicht um 0,7 Prozent auf 807 Millionen Euro zu, wie Merck am Donnerstag mitteilte. Damit traf der Darmstädter Konzern die Schätzungen von Analysten. „Gerade in einem herausfordernden Marktumfeld, wie wir es 2014 erwarten, zahlen sich nun unsere Kostendisziplin und die gezielten Wachstumsinitiativen quer über unsere Sparten hinweg aus“, sagte Konzernchef Karl-Ludwig Kley. Der Gewinn kletterte sogar um 22,2 Prozent auf 325 Millionen Euro.

Kley hatte nach mehreren Rückschlägen in der Pharmaforschung einen Umbau eingeleitet. Mit dem Sparkurs will er unter anderem das Arzneimittelgeschäft stärken und die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigen. Der Konzern hat aktuell kaum Nachschub an neuen Arzneien. Darüber hinaus laufen ab Mitte des Jahrzehnts Patente für wichtige Umsatzbringer ab. Mit dem Sparprogramm sollen insgesamt ab 2018 jährlich 385 Millionen Euro eingespart werden - bis Ende 2013 wurden bereits 325 Millionen Euro erzielt.

Wegen des starken Euro sank der Umsatz im Auftaktquartal um 1,7 Prozent auf 2,61 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseinflüsse seien alle vier Konzernsparten jedoch gewachsen. Mit dem Mittel Rebif gegen Multiple Sklerose baute Merck seine Erlöse um 1,2 Prozent auf 459 Millionen Euro aus - mehr als Analysten erwartet hatten. Merck hatte die Preise für das zu spritzende Mittel in den USA angehoben. Die Umsätze mit den Krebspräparat Erbitux sanken dagegen um 5,85 Prozent.

Kley rechnet damit, dass der Konzern auch im Gesamtjahr mit Belastungen durch den starken Euro zurecht kommen muss. Der bereinigte operative Gewinn werde 2014 zudem durch sinkende Lizenzerlöse im Pharmageschäft geschmälert. "Wir bleiben daher vorsichtig", sagte er. Im Zuge der Übernahme der britischen AZ Electronic Materials stellte er allerdings für das Gesamtjahr jetzt einen moderaten Anstieg des bereinigten Ebitda auf 3,3 bis 3,4 (2013: 3,25) Milliarden Euro in Aussicht. Auch der Konzernumsatz soll 2014 moderat auf 10,9 bis 11,1 (10,7) Milliarden Euro zulegen. In der Pharmasparte seien 2014 Partnerschaften und Zukäufe möglich, bekräftigte Kley.

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